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Main Title: Kodierungsvielfalt der Phospholipid-Hydroperoxid Glutathion Peroxidase Untersuchungen zur Expressionsregulation des Enzyms in tierischen Geweben
Author(s): Borchert, Astrid
Advisor(s): Kühn, Hartmut
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät III - Prozesswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Selenhaltige Glutathion-Peroxidasen bilden eine Familie antioxidativer Enzyme, die in der Lage sind organische und anorganische Hydroperoxide in die entsprechenden Hydroxide zu reduzieren. Unter den beschriebenen Glutathion-Peroxidasen nimmt die Phospholipid-Hydroperoxid Glutathion-Peroxidase (phGPx) eine besondere Rolle ein, da sie als einziger Vertreter in der Lage ist, neben freien Hydroperoxiden auch komplexe Esterlipid-Hydroperoxide zu reduzieren. Durch die Nutzung alternativer Startkodons im Exon 1 kann die phGPx als mitochondriale oder zytosolische Form exprimiert werden. Ein alternatives Exon 1 im phGPx-Gen definiert eine weitere Glutathion-Peroxidase (snGPx), die zuerst in den Kernen der späten Spermatiden identifiziert wurde. Bei einer detaillierten Untersuchung der Gewebeverteilung der snGPx im Rahmen dieser Arbeit konnte diese Isoform außer im Hoden auch in der Niere nachgewiesen werden. Hier wurde sie im Zytosol interstitieller Nierenzellen gefunden und belegt erstmals eine somatische Expression der snGPx. Während die phGPx in vielen Geweben exprimiert wird, wurde die snGPx nur im Hoden, in der Niere und in humanen embryonalen Nierenzellen detektiert. Um mögliche Erklärungen für diese gewebespezifische Expressionsregulation zu finden, wurden im Rahmen dieser Arbeit die potentiellen Promotorregionen für die phGPx und snGPx untersucht. Für die Bildung der phGPx-Isoformen wurde die Hauptpromotoraktivität im Exon 1a nachgewiesen. Dagegen zeigt der potentielle Promotor (Intron 1a) für die snGPx keine eigenständige Aktivität. Es konnte jedoch ein deutlich hemmender Einfluss auf die Aktivität des phGPx-Promotors nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse weisen auf die Existenz eines gemeinsamen ph/snGPx-Promotors hin, der durch negativ regulatorische Sequenzen im Intron 1a beeinflusst werden kann. DNase-Footprint Analyse führte zur Identifizierung von DNA/Protein-Kontaktpunkten im Intron 1a und im alternativen Exon 1 der snGPx-Isoform. Es wurde eine Bindung der trans-regulatorischen Proteine SP1, EGR1, WT1, SREBP1 und USF1 sowie von Proteinen der CREB- und GATA-Familie nachgewiesen. Des weiteren konnte die in vivo-Bindung von EGR1 und SREBP1 durch Chromatin Immunopräzipitation belegt werden. Neben dem murinen ph/snGPx-Gen wurden zwei prozessierte phGPx-Pseudogene identifiziert. Für das Pseudogen 1, welches im Vergleich zur phGPx-cDNA nur zwei stumme Punktmutationen enthält, konnte eine gewebespezifische Expression nachgewiesen werden. Dieses Ergebnis erweitert die ohnehin schon große Transkriptionsvielfalt des ph/snGPx-Gens.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-6894
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/1085
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-788
Exam Date: 30-Jun-2003
Issue Date: 14-Oct-2003
Date Available: 14-Oct-2003
DDC Class: 500 Naturwissenschaften und Mathematik
Subject(s): Alternative Transkripte
Expressionsregutation
Glutathion
Peroxidase
Pseudogen
Usage rights: Terms of German Copyright Law
Appears in Collections:Fakultät 3 Prozesswissenschaften » Publications

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