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Main Title: Karoo Rifting im Morondava Becken, Madagaskar
Subtitle: Fazielle Entwicklung, Kinematik und Dynamik eines polyphasen Riftbeckens
Translated Title: Karoo rifting in the Morondava Basin, Madagascar: Facies, kinematic und dynamic of a polyphase rift basin
Author(s): Bremer, Florian Heinrich
Advisor(s): Schandelmeier, Heinz
Granting Institution: Technische Universität Berlin, ehemalige Fakultät VI - Bauingenieurwesen und Angewandte Geowissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Im Morondava Becken, im Südwesten Madagaskars, wurden zwischen dem oberen Karbon und dem unteren Jura kontinentale Sedimente in einem Riftbecken abgelagert. Die Ablagerung dieser Karoo Sedimente begann im oberen Karbon in begrenzten Bereichen im Süden und im Zentrum des Morondava Beckens mit glazialen und fluviatilen Sedimenten der Sakoa Gruppe. Ab dem oberen Perm, nur während der unteren und mittleren Trias unterbrochen, erfolgte die Ablagerung von fluviatilen und lakustrinen Sedimenten der Sakamena und der Isalo Gruppe innerhalb des gesamten Beckens. Satellitengestützte Fernerkundung sowie sedimentologische und strukturgeologische Geländearbeit im Bereich der Riftschulter und des angrenzenden Grundgebirges ermöglichten eine detaillierte Analyse der Karoo Riftphasen und der Trennung von Ost- und Westgondwana. Im Gegensatz zu bisherigen Arbeiten, die von einfachen Dehnungsmodellen mit E-W, bzw. NW-SE Extension ausgegangen waren, konnte nachgewiesen werden, daß das initiale Riftstadium im unteren Perm als lokal begrenzte Pull-Apart Becken erfolgte. Dabei wurden panafrikanische Scherzonen im Grundgebirge mit sinistralem Versatz reaktiviert. Diese waren für die Orientierung und räumliche Verteilung der unterpermischen Sakoa Gruppen Subbecken von entscheidender Bedeutung. Im weiteren Verlauf der Riftentwicklung nahm das Ausmaß der intrakontinentalen Extension deutlich zu und erfaßte ab dem oberen Perm weite Bereiche des Morondava Beckens. Verstärkte E-W Extension führte während der Sedimentation der unteren Sakamena Gruppe in weiten Bereichen des Morondava Beckens zur Verbreiterung des Sedimentationsraumes. Nach wie vor waren panafrikanische Schwächezonen im Grundgebirge wichtige Kontrollfaktoren der Strukturbildung. Im unteren wie im oberen Perm war der regionale Spannungstensor horizontal N-S orientiert. Diese ungefähr N-S gerichtete Intraplattenkompression im afrikanischen Segment von Westgondwana kann auf Kompression durch verstärkte Deformationsprozesse am aktiven paläopazifischen Kontinentalrand von Pangäa bzw. das Gondwaniden Orogen zurückgeführt werden. Mit der Wende von Perm zu Trias rotierte der regionale Spannungstensor in die Vertikale und es etablierte sich im gesamten Morondava Becken ein extensionelles Spannungsfeld, das zur NW-SE gerichteter Dehnung und Bildung eines klassischen Riftbeckens führte. Diese Entwicklung erreichte mit Ablagerung der fluviatilen Isalo I Gruppe in der mittleren Trias ihren Höhepunkt. Bereits in der oberen Trias waren die tektonischen Aktivitäten wieder beendet, und das Morondava Becken entwickelte sich zu einem thermischen Sackungsbecken.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-9697
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/1366
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1069
Exam Date: 29-Apr-2005
Issue Date: 26-May-2005
Date Available: 26-May-2005
DDC Class: 550 Geowissenschaften
Subject(s): Karoo
Madagaskar
Pull-Apart-Becken
Rifting
Scherzone
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