Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1092
Main Title: Einsatzmöglichkeiten räumlich hochauflösender Satellitenbilder für Landschaftsplanung und Naturschutz
Subtitle: Beispiele der Auswertung von IRS-1C/D-Daten
Translated Title: Applicability of satellite remote sensing for landscape planning and nature conservation purposes
Author(s): Werner, Claudia
Advisor(s): Kenneweg, Hartmut
Granting Institution: Technische Universität Berlin, ehemalige Fakultät VII - Architektur Umwelt Gesellschaft
Type: Habilitation
Language: German
Language Code: de
Abstract: Einsatzpotentiale der Satellitenfernerkundung in Landschaftsplanung und Naturschutz werden am Beispiel der Auswertung räumlich hochauflösender IRS-1C/D-Satellitendaten (IRS - Indian Remote Sensing Programme) aufgezeigt. Ein Beispiel ist die Eignungsuntersuchung dieser Bilddaten für die Nachweise von Landschaftsveränderungen. Darüber hinaus wurde geprüft, inwieweit Aufgaben der Kontrolle von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Naturschutz, der Biotopverbundplanung, der Überwachung von FFH-Schutzgebieten (FFH - Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union) und der forstlichen Planung übernommen werden können. Um die Strukturen und Objekte erfassen zu können, wurden die Satellitendaten in einem ersten Auswertungsschritt klassifiziert. Der Vergleich der Ergebnisse der Satellitenbildklassifizierung mit den Informationen, die anhand der Luftbildinterpretation und der terrestrischen Aufnahme gewonnen werden können, ermöglicht eine Bewertung der Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Verfahren zur Datenerhebung. Der Vergleich der visuellen und digitalen Klassifizierung zeigt, dass visuell die meisten Strukturen und Objekte voneinander abgegrenzt werden können. Dies spiegelt sich auch in der Güte der Erfassung von Landschaftsveränderungen wieder. Auch hierfür wurden sowohl die visuelle Auswertung als auch digitale Verfahren geprüft, wobei die digitalen Veränderungsnachweise in einer vergleichenden Analyse der aktuellen digital klassifizierten Satellitendaten mit älteren Biotop- und Landnutzungsdaten in einem GIS (GIS - Geographisches InformationsSystem) bestanden. Die Prüfung unterschiedlicher digitaler Klassifizierungsmethoden ergab, dass die höhere räumliche Auflösung der Bilddaten eine entsprechende Anpassung der Verfahren erfordert, um die verbesserten strukturellen Informationen im Klassifizierungsprozess in höherem Maße nutzen zu können. Anhand der Ergebnisse der Klassifizierung kann aufgezeigt werden, dass die IRS-1C/D-Bilddaten zwar bei weitem nicht an das Luftbild heranreichen, aber im Vergleich zu Satellitendaten bislang herkömmlicher Systeme aufgrund der höheren räumlichen Auflösung eine verbesserte Erkennbarkeit von kleinräumigen Strukturen und Objekten auch in größeren Maßstabsebenen ermöglichen. Daher können diese Daten einen Teil der Aufgaben übernehmen, die bislang ausschließlich dem Luftbild oder der Geländekartierung vorbehalten waren, was anhand mehrerer Anwendungsbeispiele in dieser Arbeit aufgezeigt wird. Für die Eignungsbewertung und die Einsatzplanung der Satellitenfernerkundung wurde der Informationsgehalt der Bilddaten mit den Anforderungen verglichen, die seitens der Landschaftsplanung und des Naturschutzes für die jeweiligen Aufgaben definiert worden sind. Der im Rahmen der Datenauswertung durchgeführte Qualitätsvergleich verschiedener fernerkundlicher und terrestrischer Verfahren zur Datenerfassung ermöglicht hier die Kombination der verschiedenen Erhebungsmethoden in einem Auswertungskonzept, wobei die Ergebnisse der Satellitenfernerkundung je nach Fragestellung durch Luftbildinterpretation und Geländeaufnahmen ergänzt und spezifiziert werden können. Da die Beispiele Untersuchungen in Sachsen-Anhalt, Bosnien-Herzegowina und Griechenland umfassen, kann aufgezeigt werden, dass neben der Bildqualität die unterschiedlichen Rahmenbedingungen, beispielsweise naturräumliche Gegebenheiten, technische und personelle Ausstattung einen wichtigen Einfluss auf die Auswertungspotentiale der Satellitenfernerkundung haben können, und daher bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden müssen.
IRS-1C/D-satellite data (IRS - Indian Remote Sensing Programme) have been evaluated to point out the applicability of satellite remote sensing for landscape planning and nature conservation purposes. One example in this work is the analysis of the image data for the detection of landscape changes. Beyond that, the applicability to control measures for maintenance and development for natural protection, to support biotope network planning, to supervise special protected areas (SPA - of the Flora-Fauna-Habitat directions of the European Union) and to contribute information to forest planning tasks has been examined. The classification of the satellite data has been an important task to record structures and objects. Beyond that, the results of the satellite data classification have been compared with those of the interpretation of aerial photography and terrestrial survey to assess the advantages and disadvantages of these different evaluation methods. The comparison of visual interpretation with digital image classification demonstrates that the visual interpretation method allows the most detailed differentiation of structures and objects and thus the best detection of landscape changes. Also the suitability of a GIS (Geographic Information System) for automate change detection has been worked out. The examination of different digital classification techniques shows that the high spatial resolution of the IRS-1C/D-satellite data requires an adaptation of the procedures for optimal utilization of the spatial contents of the data. The results of image classification show that the quality of IRS1C/D-satellite data are not nearly as good as aerial photography. But in comparison to conventional satellite data with coarse spatial resolution these data allow a more detailed differentiation of structures and objects and can be used also at larger scales. Therefore these high resolution satellite data can take over some tasks of aerial photography interpretation and terrestrial survey in spite of the limited image quality. Concrete examples of the applicability of the satellite data are demonstrated in this work. For some tasks the information content of the image data has been compared with the requirements of landscape planning and nature conservation. The comparison of different remote sensing methods and terrestrial survey procedures allows the combination of methods in an evaluation concept. So the deficiencies of satellite remote sensing due to the moderate data quality can be filled up with the usage of aerial photography or terrestrial analysis. The work is based on analyses in Sachsen-Anhalt (Germany), Bosnia and Herzegovina and Greece. Besides the quality of satellite imagery the outward circumstances, which are individual for the different areas, have a great influence on the use of satellite remote sensing. So the natural condition, technical equipment and personal qualifications play an important role for the data evaluation and always have to be considered in the forefield of remote sensing applications.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-9924
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/1389
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1092
Exam Date: 3-Jul-2002
Issue Date: 18-Sep-2002
Date Available: 18-Sep-2002
DDC Class: 710 Städtebau, Raumplanung, Landschaftsgestaltung
Subject(s): Fernerkundung
GIS
Landschaftsplanung
Naturschutz
Umweltbeobachtung / Monitoring
GIS
Landscape planning
Monitoring
Nature consevation
Remote sensing
Usage rights: Terms of German Copyright Law
Appears in Collections:Technische Universität Berlin » Fakultäten & Zentralinstitute » Fakultät 6 Planen Bauen Umwelt » Publications

Files in This Item:
File Description SizeFormat 
Dokument_49.pdf8,4 MBAdobe PDFThumbnail
View/Open


Items in DepositOnce are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.