G-IQI – German Inpatient Quality Indicators Version 5.4

Nimptsch, Ulrike; Mansky, Thomas

FG Management im Gesundheitswesen

Die German Inpatient Quality Indicators (G-IQI) sind derzeit das umfassendste, auf Krankenhausabrechnungsdaten beruhende Indikatorensystem zur krankheitsspezifischen Abbildung des stationären Leistungsgeschehens in Akutkrankenhäusern. Die Indikatoren sind einerseits konzipiert, um so weit wie möglich medizinisch sinnvoll strukturierte Leistungskennzahlen und Behandlungsergebnisse auch für externe Nutzer transparent zu machen. Vor allem dienen sie aber der Ergebnisverbesserung im internen Qualitätsmanagement der Krankenhäuser. Die Indikatoren helfen den Kliniken, Verbesserungspotential anhand des Vergleiches ihrer Ergebnisse mit dem Bundesdurchschnitt zu erkennen und zu erörtern. Als Aufgreifkriterien für ergebnisorientierte Prozessanalysen – in Form von Peer Review Verfahren oder Mortalitäts- und Morbiditätskonferenzen – sind die Indikatoren unverzichtbar für eine gezielte und effiziente Fehlersuche und Qualitätsverbesserung. Das vorliegende Working Paper enthält die Bundesreferenzwerte des Jahres 2020 zur G-IQI Version 5.4. Für alle Indikatoren werden bundesweite Vergleichswerte ausgewiesen, die auf Grundlage der Mikrodaten der DRG-Statistik berechnet wurden. Die technischen Spezifikationen der Indikatoren sind im Anhang dargestellt und beziehen sich auf die im Jahr 2022 in Deutschland gültigen Kodiersysteme. Hinsichtlich der Indikatoren selbst handelt es sich bei der G-IQI Version 5.4 um eine Modifikation und Erweiterung der Version 5.3. Die vorliegende Version 5.4 greift im Auswertungsjahr 2020 56,9% aller Krankenhausfälle und 85,2% aller im Krankenhaus auftretenden Todesfälle in den Indikatoren auf und erreicht damit einen der höchsten Abdeckungsgrade unter den verfügbaren Indikatorensystemen. Mit den Bundesreferenzwerten stehen Vergleichswerte zur Verfügung, die Kliniken eine objektive Einschätzung ihrer eigenen Position im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ermöglichen. Darüber hinaus bieten die Bundesreferenzwerte eine umfassende, an medizinischen Kategorien orientierte Analyse des bundesweiten akutstationären Versorgungsgeschehens. Neben den vollständigen Indikatorergebnissen auf der Bundesebene werden die alters- und geschlechtsspezifischen Sterblichkeiten angegeben, die der Berechnung der klinikspezifischen Erwartungswerte zugrunde liegen. Zusätzlich werden für ausgewählte Indikatoren Fallzahlverteilungen über die Kliniken dargestellt. Damit enthält dieses Working Paper diverse Auswertungen, die in keiner anderen publizierten Statistik veröffentlicht werden und ergänzt damit andere Systeme der Gesundheitsberichterstattung.
The German Inpatient Quality Indicators (G-IQI) are the most comprehensive system of quality indicators based on administrative data. G-IQI allow a disease-specific monitoring of inpatient care in acute care hospitals. On the one hand, the indicators are designed to provide medically meaningful figures on hospital performance and outcomes for external users. On the other hand, the indicators serve as a tool for internal quality management and quality improvement in hospital care. The indicators may help hospitals to identify potential for improvement by comparing their own results with national figures. The indicators serve as triggers for peer reviews or morbidity and mortality conferences. Thus, the use of the indicators is essential to detect medical errors and to improve quality of care. The present working paper contains the German national reference values of the year 2020 for the G-IQI version 5.4. Reference values were calculated by using the microdata of the national hospital statistics database (DRG statistics) and are displayed for each indicator. The technical specifications of the indicators are attached in the appendix of this paper and refer to the German coding systems valid in 2022. The G-IQI version 5.4 represents a modification and expansion of the previous version 5.3. In the year of analysis 2020, the present G-IQI version 5.4 captures 56.9% of all inpatient cases and 82.5% of all in-hospital deaths. Thereby, the G-IQI version 5.4 achieves one of the highest coverages among available quality indicator systems. The national reference values of the indicators help hospitals to assess their own results as compared to national figures. Beyond that, the national reference values provide a comprehensive analysis of inpatient care in German acute care hospitals. In addition to the complete national indicator results, the age-and-sex specific mortality figures that are used to calculate expected deaths at the hospital level are displayed. Furthermore, distribution of case volume among hospitals is illustrated for selected indicators. By this means, the present working paper covers various figures which are not published by any other statistics and, thus, complements other systems of health care reporting.