Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1563
Main Title: Wozu Business Improvement District (BID)?
Subtitle: Ein Vergleich zwischen BID und städtebaulicher Sanierungsmaßnahme als Instrumente zur Stärkung von Geschäftszentren
Translated Title: Why Business Improvement Districts (BIDs)?
Translated Subtitle: a comparison between BIDs and the German Urban Renewal Program as instruments for the revitalization of inner-city shopping districts
Author(s): Heiß, Eric
Advisor(s): Pahl-Weber, Elke
Schmidt-Eichstaedt, Gerd
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Master Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: An das aus Nordamerika stammende Instrument „Business Improvement District“ (BID) knüpfen sich in Deutschland hohe Erwartungen, insbesondere seit das erste BID in Hamburg-Bergedorf im Jahr 2005 in Kraft gesetzt wurde. Mit Hilfe dieses Organisations- und Finanzierungsmodells sollen innerstädtische Geschäftszentren eine nachhaltige Stärkung erfahren. Es gibt jedoch auch kritische Stimmen bezüglich der Einführung von BIDs in Deutschland. Neben der rechtlichen Problematik (Zwangsmitgliedschaft) wird auch die Einführung einer neuen, zusätzlichen Steuer (Sonderabgabe) in für den Einzelhandel schwierigen Zeiten kritisiert. Letztendlich wird auch darauf verwiesen, dass mit der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme bereits ein Instrument zur Stärkung von Geschäftszentren existiert. Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme ist als Programm der Städtebauförderung bereits seit 1971 etabliert und hat sich seitdem in der Praxis – gerade auch in der Aufwertung von Geschäftszentren – vielfach in Deutschland bewährt. Wozu also überhaupt Business Improvement Districts? In der Arbeit werden die beiden Instrumente BID und städtebauliche Sanierungsmaßnahme gegenübergestellt, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Zielsetzung, Verfahrensart, Maßnahmen und Finanzierung aufzuzeigen. Dabei wird deutlich, dass die beiden Instrumente nicht gegeneinander austauschbar sind. Sie verfügen über unterschiedliche Ausrichtungen, Stärken und Schwächen. Nur durch eine städtebauliche Sanierungsmaßnahme lässt sich ein Standort gezielt aus sozialpolitischen Erwägungen heraus durch Steuerung der öffentlichen Hand aufwerten. Die Maßnahmen sind hierbei grundsätzlich zeitlich begrenzt. Die herausragende Stärke der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme liegt in der durch das Sanierungsrecht gegebenen städtebaulichen Gestaltungsmacht: Mit der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme ist eine umfangreiche Neuordnung der städtebaulichen Strukturen (Verkaufsflächen, verkehrliche Anbindung, etc.) zu erreichen. Die Vorteile des BID-Modells liegen in der Schaffung eines langfristig agierenden zentralen Managements für das Geschäftszentrum als Ganzes. Nur ein BID kann dieses fortdauernde strategische Management des Standortes ermöglichen. Zur Stärkung der Geschäftszentren im Konkurrenzkampf mit Shopping Centern scheinen BIDs von daher unerlässlich. Das neue Instrument bietet Möglichkeiten, die mit der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme nicht zu verwirklichen sind. Sowohl die baulichen Strukturen (z.B. Größe der Verkaufsflächen, Anzahl der Parkplätze) als auch das einheitliche Management bilden die strukturellen Vorteile von Shopping Centern gegenüber gewachsenen Geschäftslagen. Zu einer optimalen Stärkung der Geschäftszentren gehören also sowohl die Städtebauförderung (Optimierung der städtebaulichen Strukturen) als auch BIDs (Etablierung eines einheitlichen Managements). Gerade in der Kombination beider Instrumente liegt die Chance, die Wettbewerbsvorteile des Shopping Centers so weit wie möglich auszugleichen.
The purpose of Business Improvement Districts (BIDs) is to promote retail activity in a defined area. Urban planners see BIDs as a tool to revitalize inner-city districts. In North America BIDs are well established and have proven successful in many cases. The first German BID began operation in 2005 in Hamburg-Bergedorf. In Germany the new instrument is a controversial issue. While many support the Idea of BIDs, others argue that BID-legislation conflicts with German law and that imposing a new “tax” on retailers or landowners is not helpful in developing inner-city districts. Moreover, some argue that with the existence of Germany’s long established and successful Urban Renewal Program, there is simply no need for a new tool. Comparing the two models, it becomes evident that neither one can replace the other. Only the BID is able to establish long-lasting professional management of an inner-city retail district as a whole – to stand the test of shopping centers. Only the Urban Renewal Program can be applied to support social policy and rebuild urban structure through its unique legal powers. Combining the two strategies might be a way to help inner-city shopping districts match the highly efficient structure of shopping centers.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-15107
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/1860
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-1563
Issue Date: 28-Mar-2007
Date Available: 28-Mar-2007
DDC Class: 330 Wirtschaft
Subject(s): Business Improvement Districts
Einkaufszentrum
Innenstadt
Stadtentwicklung
Stadtsanierung
City
Inner-city development
Retail
Shopping center
Urban planning
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