Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2593
Main Title: Macroeconomics and Imperfect Information: Uniqueness and Calculation of Dynamic Equilibria
Translated Title: Makroökonomik und imperfekte Information: Eindeutigkeit und Berechnung von dynamischen Gleichgewichten
Author(s): Meyer-Gohde, Alexander
Advisor(s): Heinemann, Frank
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät VII - Wirtschaft und Management
Type: Doctoral Thesis
Language: English
Language Code: en
Abstract: In dieser Studie werden drei Aufsätze vorgelegt, die sich auf geldpolitische Beschränkungen zur Herbeiführung eines eindeutigen Gleichgewichtes und auf numerische Methoden für die rekursive Formulierung und Schätzung eines solchen Gleichgewichtes konzentrieren. Das Leitthema der Studie ist imperfekte Information, die im ersten und im dritten Kapitel die Realisation eines vollkommen flexiblen Gleichgewichtes verhindert und die im zweiten Kapitel die Nutzung üblicher rekursiver Lösungs- und Schätzmethoden erschwert. In Kapitel 2 werden geldpolitische Beschränkungen für die Herbeiführung eines eindeutigen Gleichgewichtes in einem Neu-Keynesianischen Dreigleichungsmodell mit starrer Information nach Mankiw and Reis (2002) hergeleitet. In der Analyse wird festgestellt, dass engere Schranken für die Koeffizienten der Taylorregel als in herkömmlichen Modellen mit starren Preisen vorhanden sind, dass das Gewicht auf die Produktionslücke für die Determiniertheit des Modells irrelevant ist und dass die Determiniertheitsschranken von Parametern außerhalb der Geldpolitik unabhängig sind. Dabei spielt die langfristige Vertikalität der Phillipskurve die entscheidene Rolle bei der Erklärung der Unterschiede zu herkömmlichen Modellen mit starren Preisen. Ferner werden die Konsequenzen für optimale Geldpolitik sowie die Schwierigkeiten diskutiert, die durch das unendlich-dimensionale Modell mit starrer Information entstehen. Kapital 3 stellt eine Lösungs- und Schätzmethode für lineare Modelle rationaler Erwartungen mit verzögerten Erwartungen vor. Die Lösugsmethode ist ein synthetischer Ansatz, der übliche Zustandsraumabbildungen und Abbildungen durch unendliche gleitende Durchschnitte mit einem einfachen System linearer Gleichungen kombiniert. Die spezielle Kombination von Methoden aus der Literatur ermöglicht eine schnellere Ausführung, einen höheren Grad an Allgemeinheit und eine unkompliziertere Anwendung als die jeweiligen Methoden für sich genommen. Bayesianische Schätzmethoden werden mit Hilfe eines rekursiven Algorithmus für die Berechnung der logarithmierten Likelihood-Funktion ohne den Kalmanfilter angewandt; als Beispiel werden einfache DSGE-Modellemit starrer Information und starren Preisen verglichen. Überdies wird gezeigt, dass die Anwendung herkömmlicher Trunkierungsmethoden durchaus problematische Folgen zeitigen kann. Kapital 4 schließlich betont, dass die Geldpolitik für Inflation verantwortlich gemacht werden kann. Gegenstand der Analyses ist eine Klasse von Modellen, welche die Hypothese der natürlichen Arbeitslosenquote (HnA) erfüllen. Es wird gezeigt, dass für alle Angebotsspezifikationen in dieser Modellklasse, mit Ausnahme isolierter Singularitäten, die geldpolitischen Beschränkungen für die Herbeiführung eines determinierten Gleichgewichtes identisch sind. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass Determiniertheit ein Kriterium der langen Frist ist, bei welcher alle HnA-Angebotsspezifikationen zusammenfallen.Demzufolge ist außer der Einhaltung der HnA kein weiteres Wissen bezüglich der Angebotsspezifikation notwendig, um feststellen zu können, ob eine spezifische Geldpolitik ein determiniertes Gleichgewicht gewährleistet. Ferner ist die Determiniertheit unter der Annahme einer üblichen dynamischen IS-Gleichung ausschließlich eine Funktion der Parameter in der Zinsregel. Die Kritik von Cochrane (2007) bezüglich Determiniertheit als Gleichgewichtsauswahlmechanismus wird bestätigt. Die zusätzlichen Gleichgewichte werden durch maßloses Geldmengenwachstum erzeugt, das die assozierte explosive Inflation akkommodiert. Ursächlich dafür ist die Unfähigkeit der Geldpolitik, den nominalen Zinssatz in der langen Frist kontrollieren zu können. Die Erweiterung der Geldpolitik um eine glaubwürdige Bindung zum stabilen langfristigen Geldmengenwachstum reicht aus, um diese sonst akkommodierten nominalen Explosionen auszuschließen.
This study presents three essays covering restrictions on monetary policy to deliver a unique equilibriumand computationalmethods for the recursive formulationand estimation of such an equilibrium. The study is linked by the common theme of informational imperfections, in the first and third chapters preventing the realization of a fully flexible equilibriumand in the second preventing the use of standard recursive solution and estimationmethods. Chapter 2 derives restrictions on monetary policy to deliver a unique bounded equilibrium for a three equation New Keynesian model with sticky information à la Mankiw and Reis (2002). The analysis finds tighter bounds on the coefficients in the Taylor rule than in sticky-price models, irrelevance of the degree of output-gap targeting for determinacy, and independence of determinacy regions from parameters outside monetary policy. The long-run verticality of the Phillips curve plays the decisive role in explaining the differences to sticky-price models. Consequences for optimal monetary policy and difficulties presented by the infinite-dimensional sticky-information model are discussed. Chapter 3 contains a solution and an estimationmethod for linear rational-expectations models with lagged expectations. The solution method is a synthetic approach, combining state-space and infinite-MA representations with a simple system of linear equations. The advantage lies in the particular combination of methods from the literature, providing faster execution, more general applicability, and more straightforward usage than existing algorithms. Bayesian estimation methods are employed without the Kalman filter using a recursive algorithm to evaluate the likelihood function and are used to compare small-scale sticky-information and sticky-price DSGE models. Standard truncation methods are shown to not generally be innocuous. Chapter 4 reiterates that the monetary authority can reasonably be held responsible for inflation. The bounds on monetary policy to ensure determinacy in a class of models that satisfy Lucas’s (1972a) natural rate hypothesis (NRH) are shown to be identical for all supply specifications, save isolated singularities. This follows, as is argued, from determinacy being a criterion of the long run when all NRH supply specifications coincide. Thus, no specific knowledge of the supply side beyond its fulfillment of the NRH is necessary to assess whether a particular monetary policy will ensure determinacy and, under the standard dynamic IS-equation, determinacy is solely a function of the parameters in the interest rate rule. Cochrane’s (2007) criticism of determinacy for selecting equilibriumis verified and shown to be associated with recklessmoney growth accommodating the associated explosive inflation. Monetary policy’s inability to control the nominal interest rate in the long run is to blame and appending policy with a credible commitment to stable long-run money growth suffices to rule out these otherwise accommodated nominal explosions.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-27978
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/2890
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2593
Exam Date: 1-Oct-2010
Issue Date: 11-Oct-2010
Date Available: 11-Oct-2010
DDC Class: 330 Wirtschaft
Subject(s): Arbeitslosenquote
Indeterminiertheit
Starre Information
Starre Preise
Taylor-Regel
Indeterminacy
Natural rate hypothesis
Sticky information
Sticky prices
Taylor rule
Usage rights: Terms of German Copyright Law
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