Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2829
Main Title: Regelung abgelöster Strömungen in hoch belasteten Turbomaschinen
Translated Title: Control of separated flows in highly loaded turbomachines
Author(s): Wiederhold, Olaf
Advisor(s): King, Rudibert
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät III - Prozesswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Bei der Steigerung der Effektivität von Turbomaschinen, wie sie in modernen Flugzeugtriebwerken oder Gasturbinen zur Stromerzeugung verwendet werden, stößt man heutzutage an Grenzen, in denen formgebende Eingriffe zur Strömungsoptimierung nahezu ausgeschöpft scheinen. Methoden der aktiven Strömungskontrolle haben in den letzten Jahren bereits in einer Vielzahl wissenschaftlicher Untersuchungen ihr enormes Potential bei der Beeinflussung und Optimierung von Strömungsprozessen unter Beweis gestellt. Zur weiteren Leistungssteigerung kommerzieller Triebwerke wird im Rahmen dieser Arbeit untersucht, inwiefern die Technologie der aktiven Strömungskontrolle Potential besitzt, die Leistungssteigerung weiter voranzutreiben, indem sie dazu beiträgt, die charakteristischen Ablöseprozesse zu verzögern oder sogar zu verhindern. Der Verdichter bildet eine elementare Triebwerkskomponente, welche einen Großteil zum Gesamtgewicht und der Baulänge beiträgt. Eine Reduzierung der benötigten Verdichterstufen unter Beibehaltung des aufgebauten Gesamtdrucks kann dazu führen, dass zukünftige Triebwerksgenerationen kompakter gebaut werden können und dabei dieselbe Leistung aufweisen. Hiermit ließen sich sowohl die Bau- als auch Wartungskosten reduzieren, der Treibstoffverbrauch könnte gesenkt und damit letztlich die Umwelt entlastet werden. Um das Ziel der Reduzierung benötigter Verdichterstufen umzusetzen, ist es daher notwendig, das Stufendruckverhältnis einer einzelnen Verdichterstufe, bestehend aus einer Rotor- und einer Statorstufe, zu erhöhen. Dadurch ist es möglich, die Effektivität des Antriebes zu steigern, ohne in den thermodynamischen Kreisprozess des Triebwerks eingreifen zu müssen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit werden regelungstechnische Verfahren präsentiert, mit deren Hilfe eine effiziente Reduzierung der Strömungsablösungen an einer hochbelasteten Statorkaskade und einem Axialventilator umgesetzt werden kann. Durch Einblasen gepulster Luft in den Kopfspalt zwischen Rotorblättern und Gehäusewand des Axialventilators kann die rotierende Instabilität gemindert und der effektive durchströmte Querschnitt vergrößert werden. Mittels einer robusten Regelung auf Basis der H∞-Synthese kann der erreichbare Druckaufbau gesteigert und der aerodynamisch nutzbare Betriebsbereich deutlich vergrößert werden. Ein Betrieb in normalerweise bereits instabilen Betriebspunkten wird dadurch ermöglicht. Die Maschine kann durch den Einsatz adaptiver Regelungsverfahren automatisch stabilisiert werden und es wird gezeigt, dass aufgebrachte Störungen kompensiert werden und sich ein instabiler Betrieb vermeiden lässt. Aufgrund einer überkritischen Umlenkung kommt es in der Statorkaskade zu einer druckinduzierten Ablösung und zur Ausbildung von Eckenwirbeln, welche zu deutlichen aerodynamischen Verlusten führen. Im Zuge einer robusten Regelung können die sekundären Wirbelstrukturen gemindert und Störungen des Nachlaufes kompensiert werden. Dadurch lässt sich die Verblockung der Kaskade reduzieren und der Druckaufbau erhöhen. Um eine gezielte Beeinflussung beider Wirbelphänomene separat zu ermöglichen, können zwei relevante Regelgrößen identifiziert werden. Zum Lösen der daraus resultierenden Mehrgrößenregelungssaufgabe werden sowohl robuste Verfahren als auch klassische Entkopplungsregler eingesetzt. Die Regelungsverfahren ermöglichen einen deutlichen Druckzugewinn an der Hinterkante und erweisen sich als robust gegenüber aufgebrachten Störungen. Überdies hinaus können Extremwertregler genutzt werden, um energieeffiziente Anregeparameter zu identifizieren. Gedruckte Version im Universitätsverlag der TU Berlin erschienen, ISBN 978-3-7983-2294-3
In order to increase the efficiency of turbomachines, as they are used in propulsion systems for aircrafts or gas turbines in power plants, the possibilities of passive means to optimize the flow conditions appear to be exhausted by now. However, active flow control has proven its significance and enormous potential to influence and optimize flow processes in various investigations in recent years. In this study the possibilities of the technology are investigated to reach a further increase in performance of a commercial jet engine. The application of active flow control methods may help to suppress or at least mitigate the characteristic separation phenomena and thereby improve the aerodynamic behavior. The compressor is an elementary component of a jet engine and contributes to a major part of the total weight and the overall length. By reducing the number of necessary compressor stages while providing the same total pressure increase, the jet engines of the future can be built more compact and efficient. By that, the construction as well as the maintenance costs could be reduced. Furthermore, less fuel would be needed and the environment would benefit, too. To achieve this aim it is vital to increase the compression ratio per stage, which consists of a rotor and a stator element. Thus, the efficiency can be enhanced without intervening into the thermodynamic cycle of the engine. The present study demonstrates different methods of closed-loop control that enable an effective reduction of flow separation processes within a highly loaded compressor cascade as well as an axial fan. At the axial fan it is possible to delay rotating stall and increase the effective flow through section area by injecting pulsed air into the gap between the tips of the rotor blades and the casing. By means of an H∞-controller it is possible to increase the attainable pressure rise and enhance the usable aerodynamic range significantly. For this reason the engine can be run at operating points that are usually unstable. Adaptive control methods enable the automatic stabilization of the system and are additionally capable of compensating disturbances whereby an unstable operation can be avoided. Due to the overcritical deflection of the blades of the compressor cascade a pressure induced sepa-ration as well as corner vortices develop in the passage flow field, which lead to significant aerody-namic losses. By means of robust closed-loop control the secondary flow structures can be mitigated and disturbances in the wake flow can be compensated. By this, the blockade of the passage flow field is decreased and the attainable pressure rise increases. In order to control both separation phenomena simultaneously, two control variables reflecting the actual flow conditions can be derived. As a result, a multiple-input multiple-output control task has to be solved. Both robust control approaches and classical decoupling controllers are employed. In either case it can be demonstrated that the proposed control strategy is capable of increasing the pressure rise at the leading edge of the stator blade significantly and that heavy disturbances can be compensated quickly. Moreover, extremum-seeking controllers are applied to detect energy efficient actuation parameters. Printed version available by Universitätsverlag der TU Berlin, ISBN 978-3-7983-2294-3
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-29500
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3126
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-2829
Exam Date: 28-Jan-2011
Issue Date: 12-May-2011
Date Available: 12-May-2011
DDC Class: 620 Ingenieurwissenschaften und zugeordnete Tätigkeiten
Subject(s): Regelung
Statorkaskade
Strömungskontrolle
Turbomaschine
Closed-loop
Compressor cascade
Flow control
Turbomachine
Usage rights: Terms of German Copyright Law
ISBN: 978-3-7983-2295-0
Notes: Zugleich gedruckt veröffentlicht im Universitätsverlag der TU Berlin unter der ISBN 978-3-7983-2294-3.
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