Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3113
Main Title: Gestenverhalten an deutschen und tunesischen Schulen
Translated Title: Gesture Behavior in German and Tunisian Schools
Author(s): Kacem, Chaouki
Advisor(s): Posner, Roland
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät I - Geisteswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Die vorliegende Abhandlung beschäftigt sich vor allem mit dem kommunikativen Gestenverhalten im tunesischen Schulkontext. Sie versteht sich als Semiotisch- pragmalinguistische Studie und widmet sich einem ganz bestimmten Bereich, nämlich dem Gestenbereich, der im Rahmen der Nonverbalen Kommunikation anzusiedeln ist. Ausgehend von gesammelten Gestenkorpora, die als Befragungsmaterial für eine empirische Untersuchung dienen sollten, wurden Gestenbeispiele aus verschiedenen Quellen (Fernsehen, Interviews, eigener Erfahrung) ausfindig gemacht, beschrieben und wennmöglich auch etymologisch begründet. Die beschriebenen Gesten treten sowohl redebegleitend (Illustratoren) als auch redeersetzend (Embleme) auf. Ihre Bedeutungsvarianten wurden festgestellt und sprechakttheoretisch analysiert. Es hat sich erwiesen, dass sich Searles fünf Sprechakttypen gut auf diese Gesten übertragen lassen. Aus unseren Gestenbeispielen wurden nun Kandidaten für assertive, deklarative, expressive, kommissive und direktive Kommunikationsakte herausgefiltert. Als Kriterium für die Aufnahme in dieses Gestenrepertoire habe ich die Kommunikation ausgewählt. Entscheidend ist also, dass man sich in einer Kommunikationssituation befindet, wo ein Sender mittels solcher Körperbewegungen eine bestimmte Botschaft an einen Adressaten ausrichtet, der sie auch als solche versteht, der also versteht, dass der Sender sie an ihn richtet, weil er ein bestimmtes kommunikatives Ziel verfolgt, das in der jeweiligen Situation auch klar wird. Die Geste wird also als Zeichen eingesetzt, um diese Nachricht an den Adressaten zu tragen. Vor diesem Hintergrund ist es unumgänglich, auch die Semiotik in unseren Ansatz mit einzubeziehen. Die Geste ist als Zeichenträger zu verstehen, der die hier mitzuteilende Nachricht trägt. Durch einen (meistens visuellen) Kanal wird die Geste als Zeichen mit einem bestimmten kommunikativen Inhalt von einem Sender an einen Adressaten (oder an mehrere Adressaten) transportiert. Das Ergebnis dieser Abhandlung ist ein Lexikon von tunesischen Gesten, die bisher noch nie Gegenstand einer solchen Untersuchung waren, was den Weg für die weitere Forschung in diesem Bereich ebnet, vor allem im Rahmen des tunesischen Forschungskontextes.
This work analyses communicative gesture behavior with special attention the Tunisian school context. It is a semiotic-pragmalinguistic study, investigating a special field (communicative gesture) which belongs to “Nonverbal Communication”. Examples of gestures from different sources (Tv- programs, interviews, and the researcher´s own experience) are found, described and, if available, also etymologically specified. These gestures, which are either Illustrators (illustrating speech), or Emblems (replacing speech) are described with respect to their forms and meanings fixed and analysed by means of speech act theory. It is shown that it is possible to apply the speech act typology of Searle 1979 on our gestures, making them candidates for assertive, declarative, commissive, expressive and directive Communicative Acts. Communication was the used criterion for the inclusion of these gestures in our gesture repertoire. It is assumed that we have to do with a communicative situation, in which a sender transmits a message to an addressee, by means of such body movements. The addressee understands the message. That means he understands that the sender has made this communicative body movement because he pursues a specific communicative goal which occurs within a specific situation. This gesture is then used as a sign vehicle, in order to transfer the message to the addressee. This requires that background, which includes semiotics in addition to speech act theory: Through a visual channel, the gesture as a sign vehicle with a specific communicative content is transported from a sender to one or more adressees. The result of this study is a lexicon of communicative Tunisian gestures, which have never been before subject to such an investigation. The present study prepares the ground for other investigations in this field, specially in the Tunisian context.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-34158
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3410
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3113
Exam Date: 17-Nov-2011
Issue Date: 9-Feb-2012
Date Available: 9-Feb-2012
DDC Class: 400 Sprache
Subject(s): Gesten
Kommunikation
Schulen
Verhalten
Behavior
Communication
Gestures
Schools
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