Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3295
Main Title: Verwundbare Stadt
Subtitle: Ein Beitrag zum Konzept Vulnerabilität am Beispiel der "Schweinegrippe"
Author(s): Albrecht, Svende
Parnitzke, Anna Maria
Reichert, Josefine
Type: Book
Language: German
Language Code: de
Abstract: Das Konzept der Vulnerabilität wird von diversen Forschungsdisziplinen angewendet, um mit verschiedensten Phänomenen in Zusammenhang mit Gefahren, Risiken und Schädigungen umzugehen. Es ist gekennzeichnet durch eine stark heterogene Verwendung je nach disziplinärem Kontext, die dazu führt, dass kaum Konsens über die Auslegung des Begriffs besteht. Traditionell eher in den Naturwissenschaften verankert, wie etwa der Untersuchung von Vulnerabilität durch Naturrisiken wie Hochwasser oder Erdbeben, wird der Begriff in der wissenschaftlichen Debatte zumeist in einer essentialistischen Auslegung verwendet. Vulnerabilität wird dabei als etwas Naturgegebenes aufgefasst. Die Erforschung des Begriffs in den Gesellschaftswissenschaften ist hingegen relativ neu. Bislang fehlt insbesondere den sozial- und raumwissenschaftlichen Ansätzen häufig ein theoretisches Fundament im Umgang mit dem Konzept Vulnerabilität. Ein wesentlicher Aspekt in der sozialwissenschaftlich angelegten Raumforschung ist die Untersuchung der Wahrnehmung von Vulnerabilität. Hierbei wird davon ausgegangen, dass ein Bewusstsein über mögliche Gefahren sowie dessen Bewertung gleichermaßen von Bedeutung wie die Gefahr selbst sind. Hinsichtlich dieser Annahme kann folglich von einer konstruierten respektive „gefühlten“ Vulnerabilität die Rede sein. Aus dieser Perspektive wird Vulnerabilität nicht als eine gegebene Eigenschaft, sondern als ein gedankliches Konzept aufgefasst. Dennoch kann Vulnerabilität immer auch eine materielle Ebene besitzen, da wahrgenommene Gefahren, ob real oder konstruiert, materielle Wirkungen nach sich ziehen können. Vor dem Hintergrund des Titels „Verwundbare Stadt“ ist der konkrete Untersuchungsgegenstand dieses Beitrags die Fragestellung, inwiefern die Wahrnehmung von Vulnerabilität die Stadt beeinflusst. Dabei wird die Stadt sowohl als räumliche als auch als gesellschaftliche Bezugsgröße verstanden. Die Fragestellung wird anhand eines für die Disziplin der Stadtplanung zunächst ungewöhnlich erscheinenden Analysebeispiels untersucht: der im Frühjahr 2009 aufgetretenen sogenannten ‚Schweinegrippe‘, die als Pandemie eingestuft wurde und eine gewisse Zeit ein beherrschendes Thema in der Öffentlichkeit darstellte. Die wirtschaftlichen und politischen Auswirkungen, der Einfluss der Medien sowie die Wahrnehmung in der Bevölkerung sind dabei zentrale Untersuchungsaspekte, anhand derer die ‚Schweinegrippe‘ als vermeintliche Vulnerabilität bewertet werden soll. Online-Version im Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de) erschienen.
The concept of vulnerability is adopted by various scientific disciplines to approach different phenomena connected with threats, risks, and damages. The heterogeneous use of the term leads to ambiguous interpretations depending on the field of study. Traditionally embedded in the natural sciences through studies of natural hazards such as earthquakes and floods, the academic discourse concentrates on an essentialist interpretation of the concept where vulnerability is conceived as something natural. On the other hand, research of vulnerability in the field of social sciences poses a recent development. Until now, in particular the spatial sciences lack a theoretical framework to approach the notion of vulnerability. A substantial aspect in dealing with the concept of vulnerability in spatial sciences constitutes the study of the perception of vulnerability. It is assumed that the awareness of potential threats as well as their assessment are equally relevant than the threat itself. In this regard, an artificial respectively perceived vulnerability is established. From this standpoint, vulnerability transforms from a naturally given condition to a theoretical construct. Nevertheless, vulnerability always includes a material layer since threats – whether actual or solely perceived – may lead to tangible impacts. The present work entitled “Vulnerable City” observes how the perception of vulnerability influences urban spaces. Urban spaces are comprehended as much a spatial as a social dimension. The research question is approached with the – for spatial planning rather unusual – example of swine flu, declared as a flu pandemic and dominant topic in the public in early 2009. On the basis of the economic and political consequences, the impact of the media, and the public perception the swine flu is assessed as a perceived vulnerability. Online-Version published by Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de).
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-36264
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3592
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3295
Issue Date: 3-Aug-2012
Date Available: 3-Aug-2012
DDC Class: 710 Städtebau, Raumplanung, Landschaftsgestaltung
Subject(s): Resilienz
Risiko
Schweinegrippe
Vulnerabilität
Wahrnehmung
Perception
Resilience
Risk
Swine flu
Vulnerability
Creative Commons License: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/
Series: ISR Impulse Online (bis Bd. 50: ISR Graue Reihe)
Series Number: 42
ISBN: 978-3-7983-2419-0
ISSN: 1864-8037
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