Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3690
Main Title: Climate policy, the state, and the problem of credible commitment
Translated Title: Klimapolitik, der Staat, und das Problem der glaubwürdigen Selbstbindung
Author(s): Brunner, Steffen
Advisor(s): Edenhofer, Ottmar
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Planen Bauen Umwelt
Type: Doctoral Thesis
Language: English
Language Code: en
Abstract: Diese Arbeit untersucht Ursache und Wirkung der Rechtsunsicherheit, die von dem Problem der glaubwürdigen Selbstbindung in der Klimapolitik ausgeht. Der Staat definiert und verteilt Eigentumsrechte in einem Umfeld, in dem Verträge nicht durch eine unabhängige Instanz durchgesetzt werden können. In einem solchen Umfeld ist es unerlässlich, dass sich der Staat glaubwürdig an die Aufrechterhaltung der Eigentumsrechte bindet, um Investitionen zu ermöglichen. Die Arbeit besteht aus vier unabhängigen Publikationen und einem einleitenden und einem abschließenden Kapitel. Kapitel 1 führt ein in Forschungsumfeld und -fragen und die grundlegenden Konzepte der Neuen Institutionenökonomie, einer Disziplin die den theoretischen Rahmen der Dissertation liefert. Kapitel 2 stellt die verschiedenen rechtlichen Stellschrauben inländischer Handelssysteme für Treibhausgasemissionen vor. Es wird argumentiert, dass Rechtsunsicherheit eine wichtige Quelle von Investitionsstau und Risikoprämien in Emissionsmärkten ist. In Kapitel 3 werden drei Quellen der Rechtsunsicherheit unterschieden: strategisches Verhalten zwischen Regulierer und Regulierten, Unsicherheit über die Kosten der Klimaschäden und die Kosten von Emissionsvermeidungen, und schließlich die Unsicherheit wechselnder politischer Präferenzen. Der soziale Nutzen glaubwürdiger Selbstbindung an langfristige Klimapolitik variiert je nach Quelle der Rechtsunsicherheit. Es werden verschiedene institutionelle Arrangements vorgestellt und miteinander verglichen, die es dem Staat erlauben Rechtsunsicherheit abzubauen. Kapitel 4 formalisiert ein institutionelles Arrangement, die Anpassungsregel, in einem spieltheoretischen Rahmen und bewertet deren sozialen Nutzen im Vergleich zur Bindung an ein festes Politikziel. Kapitel 5 untersucht das Selbstbindungsproblem in der internationalen Klimafinanzierung und dessen Implikationen für Transaktionskosten bei zwischenstaatlichen Transfers. Die Ursachen von Transaktionskosten und deren Wirkung auf die optimale Balance zwischen inländischen und internationalen Vermeidungsleistungen werden aufgezeigt. Kapitel 6 schließt die Dissertation mit einer Diskussion der intellektuellen Grenzen einer institutionen-ökonomischen Sicht auf die Klimapolitik und deren Implikationen für das Verhältnis von Wissenschaft zu Politik.
This thesis explores the regulatory uncertainty that originates from the problem of credible commitment in climate policy. The state defines and transacts property rights in an environment where third-party enforcement, the possibility to have contracts enforced by an independent authority, is infeasible. In such a setting, the ability to credibly commit to the maintenance of established rights is essential if one wants to encourage other actors to cooperate. The thesis consists of four independent publications and an introductory and a concluding chapter to address these points. Chapter 1 presents research context and questions and the thesis’ conceptual framework. Chapter 2 reviews design elements for domestic cap-and-trade systems and finds that regulatory uncertainty is an important source of investment hold-up and risk in carbon markets. Chapter 3 explores three sources of regulatory uncertainty: strategic interaction between the state and regulated firms, uncertainty over the costs of climate change damages and emissions abatement, and changing political preferences. The social benefit of commitment to long-term climate policy varies depending on the source of regulatory uncertainty. The chapter also qualitatively compares different commitment devices the state could use to reduce regulatory uncertainty. Chapter 4 presents a formalisation of one commitment device, the adjustment rule, in a game theoretic context and assesses its social benefit in comparison to commitment to a fixed policy target. Chapter 5 explores the drivers and forms of transaction costs in international climate finance. It shows how transaction costs in state-to-state transfers invalidate the assumed separability of allocation and efficiency in economic assessments of global mitigation costs. Finally, Chapter 6 summarises the main messages of preceding chapters and concludes with a discussion of the limits of a new institutional view on climate policy and its implications for the science-policy interface.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-40727
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/3987
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-3690
Exam Date: 3-May-2013
Issue Date: 17-Jul-2013
Date Available: 17-Jul-2013
DDC Class: 330 Wirtschaft
Subject(s): Klimapolitik
Neue Institutionenökonomie
Ronald Coase
Transaktionskostenansatz
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