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Main Title: Methodik zur ganzheitlichen Bilanzierung im Automobilbau
Translated Title: Methodology for Life Cycle Assessment in the Automotive Design
Author(s): Eberle, Reinhard Lorenz
Advisor(s): Appel, Hermann
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät V - Verkehrs- und Maschinensysteme
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Methodik zur ganzheitlichen Bilanzierung im Automobilbau entwickelt. Mit dieser lassen sich sowohl die ökologischen als auch ökonomischen Auswirkungen von Automobilen bzw. Automobilbauteilen über ihren gesamten Lebenszyklus, d.h. von der Herstellung über die Nutzung bis hin zur Verwertung analysieren. Einen wesentlichen Einfluß auf das Ergebnis einer vergleichenden ganzheitlichen Bauteilbilanzierung übt der durch Leichtbau zu erzielende Minderverbrauch aus. In einem empirisch am Rollenprüfstand validierten Ansatz werden hierzu Kraftstoffeinsparungskoeffizienten mit dem BMW-Fahrleistungs- und -Verbrauchssimulationsprogramm FALKE berechnet. Diese zeigen einen Wertebereich zwischen 0,34 und 0,48 l/(100 kg · 100 kmNEFZ) für benzinbetriebene und 0,29 und 0,33 l/(100 kg · 100 kmNEFZ) für dieselbetriebene Fahrzeuge der Mittel- und Oberklasse auf. Auf Basis der beschriebenen Methodik zur ganzheitlichen Bilanzierung von Automobilbauteilen werden die Werkstoffvarianten Stahl, Edelstahl und Aluminium einer Rohkarosserie der Fahrzeugoberklasse im Hinblick auf ihr Potential zur Verbesserung der Umweltverträglichkeit untersucht. Aufgrund der zugrundegelegten hohen Gewichtseinsparung schneidet die Aluminiumkarosserie - mit Ausnahme des Ressourcenabbaus - in fast allen Umweltkategorien besser ab als die Stahlvarianten. Zwischen der stahl- und edelstahlintensiven Karosserievariante läßt sich aus gesamtökologischer Sicht keine eindeutige Priorisierung vornehmen. In einer weiteren Bilanzierung werden die verbrennungsmotorisch betriebenen Antriebsalternativen Benzin-, Diesel-, LNG- und LH2-Antrieb bewertet. Es zeigt sich, daß der LNG-Antrieb aufgrund des hohen Wirkungsgrades der LNG-Bereitstellung zukünftig mit dem Dieselantrieb vergleichbare Energieaufwendungen verursacht und auf Seiten der treibhausrelevanten Emissionen unter allen fossilen Kraftstoff-Fahrzeug-Kombinationen am günstigsten abschneidet. Beim LH2-Antrieb kommt es hingegen darauf an, wie der flüssige Wasserstoff erzeugt wird. Während bei einer Bereitstellung des LH2 aus Erdgas via Steamreformer bzw. aus teilweise fossilem und nuklearem Strom über Elektrolyse keine Entlastung der Umwelt erreicht werden kann, lassen sich mit LH2, das aus regerativer Wasser- und Windkraft sowie aus Solarthermie gewonnen wird, in allen Umweltkategorien enorme Entlastungen erzielen. Abschließend wird ein Modell zur Berechnung einer energetisch optimierten Nutzungsdauer von Automobilen aufgestellt. Bei einem Bilanzzeitraum von 48 Jahren erweist sich eine 16jährige Fahrzeugnutzung unter energetischen Aspekten als am günstigsten. Durch die Erhöhung der Jahresfahrleistung von 15 000 km auf 30 000 bzw. 50 000 km verschiebt sich dieses Optimum zu Nutzungsdauern von 12 bzw. 8 Jahren.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-574
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/452
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-155
Exam Date: 28-Aug-2000
Issue Date: 24-Nov-2000
Date Available: 24-Nov-2000
DDC Class: 000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke
Subject(s): Alternative Fahrzeugantriebe
Ene
Ganzheitliche Bilanzierung
Karosserievergleich
Lebenszyklusanalyse
Minderverbrauchskoeffizient
Ökobilanzierung
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Appears in Collections:Technische Universität Berlin » Fakultäten & Zentralinstitute » Fakultät 5 Verkehrs- und Maschinensysteme » Publications

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