Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-4905
Main Title: Rent and redistribution
Subtitle: the welfare implications of financing low-carbon public investment
Translated Title: Rente und Umverteilung
Translated Subtitle: die Wohlfahrtsimplikationen der Finanzierung klimafreundlicher öffentlicher Investitionen
Author(s): Mattauch, Linus
Advisor(s): Edenhofer, Ottmar
Referee(s): Meran, Georg
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Doctoral Thesis
Language Code: en
Abstract: Climate policy is more than carbon pricing: successful decarbonization of a national economy creates new rents and affects existing ones, requires public investment, has distributional implications and changes preferences. This thesis argues that economic theory would be better equipped for analyzing the macroeconomic trade-offs of climate change mitigation if it put greater emphasis on three principles: first, a distinction between rents, derived from fixed factors of production, and capital, that can be accumulated, is needed to understand the impact of climate policy on the wealth distribution. Second, for both rent taxation and financing low-carbon public investment, there is no standard equity-efficiency trade-off. Instead, both rent appropriation and public investment can enhance efficiency and reduce inequality at the same time, when designed appropriately. These first two points are substantiated by incorporating fixed factors of production and household heterogeneity in preferences and income sources into otherwise standard models of economic growth, both of the infinitely-lived agent and the overlapping-generations type. Third, to evaluate consumption decisions, a distinction between welfare as subjective well-being and welfare as the satisfaction of preferences is vital. This follows from applying the behavioral account of decision-making to consumer choices in carbon-intensive sectors such as transportation. Specifically, the following results are shown: (1) It is proved that to reach socially optimal outcomes, if there are any rents from (quasi-)fixed factors such as land or the atmospheric sink, these should be taxed and the revenue should be invested into productive public capital or redistributed to poor, newborn generations. (2) Simulations indicate that the timing of public investment relative to the timing of an increase in the carbon price or in technology subsidies matters for avoiding a lock-in. (3) If there are two cohorts of wealth owners in the economy, those who save dynastically and those who save in a life-cycle manner, capital taxation has a special role for changing the wealth distribution provided the revenue is used for public investment. It is proved that capital taxation can be Pareto-improving and inequality-reducing. In contrast, consumption and labor taxation are more efficient, but do not reduce inequality. (4) Given that the transport infrastructure and other contextual factors largely influence actual mobility behavior, evaluating the welfare gain of low-carbon public investment needs to differentiate between subjective well-being and preference satisfaction as distinct welfare conceptions. These results can be seen as steps towards evaluating the extent of the validity of the two major societal narratives about capitalism, which is considered to be either liberation or exploitation, for the transition to a low-carbon economy.
Klimapolitik geht über die Bepreisung von Kohlenstoff hinaus: Eine erfolgreiche Dekarbonisierung einer Volkswirtschaft schafft neue und beeinflusst bestehende Renten, erfordert öffentliche Investitionen und verändert Präferenzen. Die vorliegende Dissertation zeigt auf, dass volkswirtschaftliche Theorie die makroökonomischen Abwägungen, die bei der Bekämpfung des Klimawandels auftreten, besser untersuchen könnte, wenn die folgenden drei Gesichtspunkte größeres Gewicht bekämen: erstens bedarf es einer Unterscheidung zwischen akkumulierbarem Kapital und Renten, die auf fixe Produktionsfaktoren anfallen. Diese Unterscheidung erlaubt ein besseres Verständnis des Einflusses von Klimapolitik auf die Vermögensentwicklung. Zweitens gibt es für Rentenbesteuerung und die Finanzierung von kohlenstoffarmen Investitionen keine gewöhnliche Abwägung zwischen Gleichheit und Effizienz. Stattdessen können Rentenbesteuerung und öffentliche Investitionen gleichzeitig die Effizienz erhöhen und die Ungleichheit senken, sofern sie entsprechend ausgestaltet werden. Diese ersten beiden Aussagen werden dadurch belegt, dass fixe Produktionsfaktoren sowie Heterogenität in Präferenzen und Einkommensquellen der Haushalte in übliche Wachstumsmodelle integriert werden – sowohl in solche mit unendlich lange lebenden Agenten als auch in solche mit überlappenden Generationen. Drittens ist für die Bewertung von Konsumentscheidungen eine Unterscheidung zwischen den beiden Wohlfahrtskonzepten des subjektiven Wohlergehens und der Präferenzerfüllung unerlässlich. Dies folgt aus Ergebnissen der Verhaltensforschung über die Entscheidungsfindung von Konsumenten in karbonintensiven Wirtschaftssektoren wie dem Transportwesen. Insbesondere werden die folgenden Resultate erzielt: (1) Für den Fall, dass Renten auf (quasi-)fixe Faktoren wie Land oder die Atmosphärensenke auftreten, wird bewiesen, dass es zum Erreichen des sozialen Optimums nötig ist, jene Renten zu besteuern und die Einnahmen in produktives öffentliches Kapital zu investieren oder an neugeborene Generationen zu verteilen. (2) Simulationen belegen, dass der Zeitpunkt von öffentlichen Investitionen, bezogen auf den Zeitpunkt einer Erhöhung des Kohlenstoffpreises oder von Technologiesubventionen, bedeutsam für die Vermeidung eines Lock-In- Effekts ist. (3) Wenn es in der Wirtschaft zwei Gruppen von Vermögensbesitzern gibt, solche, die dynastisch sparen, und solche, die über den Lebenszyklus sparen, kommt der Kapitalbesteuerung eine besondere Rolle dafür zu, die Vermögensverteilung zu verändern, wenn durch die Einnahmen öffentliches Kapital bereitgestellt wird. Es wird gezeigt, dass Kapitalbesteuerung Paretoverbessernd wirken und gleichzeitig die Ungleichheit senken kann. Demgegenüber sind eine Konsum- oder Arbeitsbesteuerung zwar effizienter, senken aber die Ungleichheit nicht. (4) Da der Einfluss der Transportinfrastruktur und anderer kontextabhängiger Faktoren auf die Wahl von Verkehrsmitteln hoch ist, muss eine Bewertung der Wohlfahrtsgewinne durch öffentliche Verkehrsinvestitionen zwischen subjektivem Wohlergehen und Präferenzerfüllung als unterschiedlichen Wohlfahrtskonzepten differenzieren. Für den Übergang zur kohlenstoffarmen Wirtschaft können diese Ergebnisse als Schritte hin zu einer Abgrenzung der jeweiligen Gültigkeitsbereiche der beiden großen gesellschaftlichen Auffassungen über den Kapitalismus dienen.
URI: http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/5208
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-4905
Exam Date: 1-Sep-2015
Issue Date: 2015
Date Available: 16-Dec-2015
DDC Class: DDC::300 Sozialwissenschaften::330 Wirtschaft::336 Öffentliche Finanzen
DDC::300 Sozialwissenschaften::330 Wirtschaft::333 Boden- und Energiewirtschaft
DDC::300 Sozialwissenschaften::330 Wirtschaft::339 Makroökonomie und verwandte Themen
DDC::300 Sozialwissenschaften::380 Handel, Kommunikation, Verkehr::388 Verkehr; Landverkehr
Subject(s): decarbonizationpublic investment
rent taxation
two-class model
behavioral welfare theory
Dekarbonisierung
Rentenbesteuerung
öffentliche Investitionen
Zwei-Klassen-Modell
Wohlfahrtstheorie der Verhaltenswissenschaft
Creative Commons License: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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