Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-4990
Main Title: The quality of mediated-conversations under transmission delay
Translated Title: Über die Qualität von computervermittelter Kommunikation bei Übertragungsverzögerungen
Author(s): Schoenenberg, Katrin
Referee(s): Raake, Alexander
Bech, Søren
Svensson, Peter
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Doctoral Thesis
Language Code: en
Abstract: The influence of technical impairments on the perception of people using communication media has so far usually been considered from a single perspective. Most studies examine either the engineering side of communication systems or look at psychological aspects of users. The following work is incorporating these two views to gain a more complete picture of what happens if mediated communication is impaired. In particular, the focus lies on the influence of one specific degradation, pure transmission delay as experienced by the user. For this purpose, a framework is postulated representing a more complete view on the measurement of the quality in mediated conversations. The five components discussed that constitute the Quality of Mediated Conversations are: the Conversational Quality, the Mediated Interaction, the Experiencer, the Interaction Partners and the Circumstances. By means of laboratory experiments, the influence of the impairment pure transmission delay is investigated with relation to the proposed components. The focus here is on the components Conversational Quality,Mediated Interaction and the perception of the Interaction Partners. Seven experiments are conducted including twoand three-party groups. In six of these experiments, interlocutors are communicating over audio-only connections of three different speech bandwidths. The seventh experiment constitutes a first attempt to include audio-video Quality of Mediated Conversations into the framework as well. The results show that the Conversational Quality which can be considered as a measure of the perceived technical quality is related to the transmission delay present in the connection. This relationship is strongly dependent on the type of conversation and the intended interaction speed of the interlocutors. For this reason, a new parameter representing the delay sensitivity of a mediated conversation is introduced to enhance the prediction of the E-Model, an instrumental model predicting the Conversational Quality. The corresponding parameter is fitted based on the acquired data, and recommendations on values that could be used in a network-planning context are derived. Furthermore, a relationship of the delay sensitivity parameter and a measurement operationalising the component Mediated Interaction is shown. Beyond the considerations on Conversational Quality, the component Mediated Interaction is investigated further. Nonverbal interaction is examined and the newly developed metrics are found to be strongly effected by delay. The investigation of verbal interaction supports this outcome and confirms the assumption that communication under transmission delay is more difficult. More precisely, interlocutors experience severe changes during the course of conversation also when no change in the perceived Conversational Quality can be measured. Due to delay, utterances are not placed at the same point in time at each end, which leads to different communication “realities” at the different sites. As a result, the turn-taking system becomes unbalance and communication problems become far more prevalent. The third component which is considered in detail here, the Interaction Partners, plays another important role. Transmission delay is not directly perceivable as a technical impairment and thus its reflection in the Conversational Quality rating is not straight forward. Participants do experience changes in the interaction which can be explained by the inherent tendency to attribute situational aspects, such as in this case technical impairments, to the disposition of people instead. In this context, users rate the current attentiveness or the personality of the Interaction Partners differently when delay is present in the line. In summary, the sole Conversational Quality assessment is not enough to understand the consequences of transmission delay and it is recommended to follow a more comprehensive approach combining the engineering and psychological perspectives and corresponding analysis methods to gain insights into the Quality of Mediated Conversations.
Der Einfluss technischer Störungen auf dieWahrnehmung von Kommunikationsmedien durch deren Nutzer wurde bislang hauptsächlich aus einer Perspektive betrachtet. Die meisten Studien untersuchen entweder die ingenieurstechnische Realisierung des Kommunikationssystems oder psychologische Aspekte der Nutzer. Diese Arbeit vereint die beiden Perspektiven, um eine vollständigere Sichtweise darüber zu erlangen, was passiert wenn computervermittelte Kommunikation durch technische Störungen beeinträchtigt wird. Der Focus soll hierbei besonders auf einem Störfaktor, der reinen Übertragungsverzögerung, liegen. Zu diesem Zweck, wird zunächst ein Rahmenkonzept postuliert, welches einen umfassenderen Blick auf die Messung der Qualität in computervermittelten Konversationen wirft. Fünf Komponenten werden hierfür beschrieben welche die sogenannte Qualität der computervermittelten Konversation bedingen, diese sind: Konversationsqualität, computervermittelte Interaktion, der Erfahrende, die Interaktionspartner und die Rahmenbedingungen. Anhand von Laborexperimenten wird der Einfluss der Störung von reiner Übertragungsverzögerung auf die vorgeschlagenen Komponenten untersucht, wobei der Fokus hierbei auf den drei Komponenten Konversationsqualität, computervermittelten Interaktion und der Wahrnehmung des Interaktionspartners liegt. Im Speziellen werden sieben Experimente mit zweier und dreier Gesprächsgruppen durchgeführt. In sechs Experimenten kommunizieren die Gesprächspartner über eine reine Sprachverbindung in drei verschiedenen Bandbreiten. Das siebte Experiment stellt einen ersten Versuch dar, computervermittelte audio-video Qualität in das Rahmenkonzept einzubeziehen. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen, dass die Konversationsqualität, welche als Maß für die wahrgenommene technische Qualität der Verbindung angesehen werden kann, in Zusammengang mit der Übertragungsverzögerung der Verbindung steht. Der Zusammenhang ist dabei hochgradig von der Art der Konversation und von der, von den Gesprächspartnern intendierten, Interaktionsgeschwindigkeit abhängig. Aus diesem Grund wird ein neuer Parameter, die Übertragungsverzögerungssensitivität von computervermittelten Konversationen, für das Netzwerksplanungsmodel E-Model eingeführt, welches die Konversationsqualität vorhersagt. Dieser Parameter wird basierend auf den erhobenen Daten angepasst und es werden entsprechende Empfehlungen für passende Werte abgegeben. Darüber hinaus wird ein Zusammenhang von der Übertragungsverzögerungssensitivität und einer Operationalisierung der Komponente computervermittelten Interaktion aufgezeigt. Neben den Betrachtungen hinsichtlich der Konversationsqualität, wird die Komponente der computervermittelten Interaktion genauer betrachtet. Im Besonderen wird die nonverbale Interaktion untersucht und die hierfür neu entwickelten Maße zeigen sich in starker Abhängigkeit zu Übebertragungsverzögerungen. Untersuchungen der verbalen Interaktion bestätigen dieses Ergebnis und unterstreichen die Richtigkeit der Annahme, dass die Kommunikation unter dem Einfluss von Übertragungsverzögerungen stark erschwert wird. Genauer gesagt, erfahren die Gesprächspartner drastische Veränderungen des Gesprächsverlaufs, selbst wenn kein Unterschied in der Konversationsqualität von den Teilnehmern wahrgenommen wird. Aufgrund der Übertragungsverzögerungen sind Äußerungen nicht zum gleichen Zeitpunkt an den verschiedenen Enden in einem Gespräch platziert, was divergierende Kommunikations-Realitäten zur Folge hat. Das System von Sprecherwechseln gerät aus der Balance und Kommunikationsprobleme werden deutlich wahrscheinlicher. Als dritte, detailliert betrachtete Komponente, spielen die Interaktionspartner eine wichtige Rolle. Sendeverzögerungen sind nicht eindeutig als technische Problematik wahrnehmbar und somit spiegeln sie sich nicht unbedingt in der Konversationsqualität wider. In jedemFall erleben die Gesprächspartner jedoch Veränderungen in der Interaktion. Um diese zu erklären behelfen sich die Personen mit einer allgemeinen inhärenten Tendenz, situationelle Aspekte den teilnehmenden Personen zuzuschreiben. In diesem Zusammenhang bewerten Anwender die aktuelle Aufmerksamkeit oder die Persönlichkeit der Interaktionspartner anders, wenn Übertragungsverzögerungen in der Leitung präsent sind. Zusammenfassend ist zu sagen, dass die alleinige Bewertung der Konversationsqualität nicht ausreichend ist, um die Folgen der Übertragungsverzögerungen zu verstehen. Es wird daher empfohlen einen umfassenderen Ansatz zu verfolgen um einen Einblick in die Qualität von computervermittelten Gesprächen zu gewinnen, der die Technik und die psychologische Perspektive vereint und der die entsprechenden Analysemethoden bereitstellt.
URI: http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/5302
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-4990
Exam Date: 13-Dec-2015
Issue Date: 2016
Date Available: 10-Feb-2016
DDC Class: DDC::600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften::620 Ingenieurwissenschaften
Subject(s): transmission delay
IP-based communication
interactivity
conversation analysis
quality of experience
Übertragungsverzögerung
IP-basierte Kommunikation
Interaktivität
Konversationsanalyse
Konversationsqualität
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