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Main Title: Entstehung, Entwicklung, Dokumentation und Vergleich der Achtzehnpfünder-Fregatten aus Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten von Amerika
Author(s): Böndel, Dirk
Advisor(s): Schütt, Hans-Werner
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät I - Geisteswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Das Ziel der Arbeit besteht in einer genauen Dokumentierung sowie einem Vergleich der Achtzehnpfünder-Fregatten aus Großbritannien, Frankreich und den USA in der Zeit von 1775 bis 1815. Drei Fragen galt es dabei zu beantworten: Worin liegen die Unterschiede zwischen dem britischen, französischen und amerikanischen Schiffbau jener Zeit? Ist es zutreffend, daß - wie i.d.R. behauptet - der französische Schiffbau überlegen war? Welche Gründe sind für die unterschiedlichen Konstruktionsmerkmale verantwortlich? Methodisch wurde bei der Beantwortung der oben angeführten Fragen soweit wie möglich quantitativ vorgegangen. Hierbei wurde versucht, möglichst alle in den drei Ländern gebauten Achtzehnpfünder-Fregatten zu erfassen. Es war nicht erforderlich, alle Schiffe einzeln zu untersuchen, da viele von ihnen nach demselben bzw. einem nur leicht modifizierten Entwurf gebaut wurden, also derselben Klasse angehören. 43 Hauptklassen konnten ermittelt werden und bei 38 Klassen gestattete es die Quellenlage, technikhistorisch vertretbare zeichnerische Rekonstruktionen anzufertigen. Um die Klassen miteinander vergleichen zu können, mußte zunächst eine adäquate Methode erarbeitet werden. Vergleiche zwischen historischen Schiffen werden i.d.R. dadurch vorgenommen, daß historisch überlieferte Leistungsmerkmale der Fahrzeuge in Relation zueinander gesetzt werden. Dieser Vorgehensweise folgend wurden die hierfür aussagekräftigen Quellen erschlossen. Die Auswertung dieses Materials zeigte allerdings, daß die gewonnenen Angaben in hohem Maße kontextabhängig sind und deshalb mit Hinblick auf die Qualität des Schiffsentwurfs in ihrer Aussage als wenig ergiebig eingestuft werden müssen. Dementsprechend wurde der Schwerpunkt des Vergleichs auf die quantitative Auswertung der Schiffsrisse gelegt. Diese Auswertung bestand darin, daß die für Entwurf und Konstruktion der Fregatten relevanten Parameter zunächst genau definiert, in ihrer Ausprägung bestimmt und schließlich in Diagrammen wiedergegeben wurden. Als Ergebnis konnte festgehalten werden, daß die Unterschiede im Fregattenbau der drei Länder wesentlich größer sind, als angenommen worden war. Die Vermutung der Überlegenheit des französischen Schiffbaus mußte eindeutig fallengelassen werden. Im abschließenden Schritt wurden die Gründe für die festgestellten Entwurfsunterschiede ermittelt. Tatsächlich sind die Unterschiede so gravierend, daß man in den drei Ländern von völlig unterschiedlichen Konzeptionen der Fregatte sprechen muß. Alle drei Nationen entwarfen und bauten Schiffe, von denen sie glaubten, daß sie ihrer »Grundphilosophie« von maritimen Aufgaben am besten gerecht wurden. Somit war es die unterschiedliche Zweckbestimmung der Schiffe, die zu unterschiedlichen Entwürfen führte, bei denen bewußt bestimmte Qualitäten unter Vernachlässigung anderer angestrebt wurden.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-2038
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/598
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-301
Exam Date: 28-Jun-2001
Issue Date: 3-Mar-2004
Date Available: 3-Mar-2004
DDC Class: 900 Geschichte und Geografie
Subject(s): Technikgeschichte
Schiffahrtsgeschichte
Schiffbau
Segelschiff
Fregatte
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