Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-307
Main Title: Die metallogenetische Entwicklung des Krivoy Rog-Eisenerzbezirkes im Ukrainischen Schild
Translated Title: The metallogenetic evolution of the Krivoy Rog iron ore Province in the Ukrainian shield
Author(s): Mboudou, Germain Marie Monesp
Advisor(s): Matheis, Günter
Granting Institution: Technische Universität Berlin, ehemalige Fakultät VI - Bauingenieurwesen und Angewandte Geowissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Die Eisenerzprovinz Krivoy Rog im Zentrum des Ukrainischen Schildes repräsentiert ein etwa 120 km langes und 2 bis 10 km breites frühproterozoisches Becken, das sich innerhalb der submeridional-streichenden Krivoy Rog-Kremenchug-Zone(KRK)befin det. Diese Zone fällt durch ihre komplizierte Tektonik auf und trennt die proterozoische vulkanisch-sedimentäre Ingul-Ingu- letsk-Mikroplatte im Westen vom archaischen Dniepropetrovskblock im Osten. Dieser Block hat sich aus einem Grüngesteinsgür tel entwickelt und wurde bereits im Archaikum konsolidiert. Die struktur-geologische Analyse der KRK belegte die tektonische Entwicklung dieser Zone, die sich durch die Bildung von Störungszonen (primären, sekundären und tertiären) charakterisiert. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit Einengungs- vorgängen der Erdkruste und leitete die Struktur des Krivoy Rog-Beckens ein. Die statistiche Auswertung der geochemischen Daten in Kombination mit erzmikroskopischen und Dünnschliffuntersuchungen zeigen, daß die Krivoy Rog-BIF lithologisch in Cherts, Cherty BIF, Shales, Shaly BIF, alkalisch aterierte und verwitterte BIF unterteilt werden kann. Das ist auf eine laterale geochemische und erzmineralogische Fazies-Entwicklung zurückzuführen. Die Untersuchungen der Haupt- und Spurenelementverteilung sowie der SEE-Verteilungsmuster belegen, daß die Krivoy Rog-BIF aus Mischungen von submarinen, hydrothermalen Lösungen und Meerwasser gebildet wurden. Dabei stammen Fe und SiO2 meistens aus hydrothermalen Fluiden. Shales und Shaly BIF bildeten sich im Schelfbereich, wo terrigene, klastische Zufuhr während der primären Sedimentations- phase intensiv war. Dagegen traten Cherts im Tiefenbereich auf. Die Platznafme und die Entwicklung der Krivoy Rog-BIF erfolgte in vier Hauptphasen: -In einer hydrothermal-sedimentären Phase, wurden die meist eisenreichen Sedimente, abhängig von transgressiven Sedimenta- tionsphasen, abgelagert. Während einer tektonisch-metamorphen Phasen, wurde die Krivoy Rog-Serie und damit auch die BIF gefaltet, geschert und re- gional-metamorph überprägt. Dadurch entstanden Cherts und Shales. Eine zweite Metamorphose (Amphibolfazies),parallel zur Bildung der sekundären Störungszonen, führte zur Rekristallisierung der tonigen und kieseligen Sedimente. Eine post-metamorphe Phase ist durch eine intensive hydrothermale Alkalimetasomatose in den exitierenden sekundären und neue gebildeten tertiären Störungszonen markiert. Dies führte zur Bildung alkalisch alterierter BIF, die Ägirin-Hämatit- Quarz oder Riebeckit-Magnetit-Quarz als Mineral-Paragenese führen. Eine Verwitterungsphase erzeugte tiefgreifende mineralogische Veränderungen an primären Störungen und in Oberflächennä he. Göthit und Martit-reiche BIF sind auf diese Endphase der metallogenetischen Entwicklung der Krivoy Rog-BIF zurückzufüh ren. Beim Vergleich der Krivoy Rog-Erzhorizonte mit präkambrischen Eisenformationen anderer Erzbezirke unter goechemischen, erz mineralogischen und strukturellen Gesichtpunkten, fallen ein höher Metamorphosegrad (Amphibolitfazies) bei den Krivoy Rog Erzen und die starke Überprägung durch alkalische Metasomatose und Verwitterungsprozesse auf.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-2092
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/604
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-307
Exam Date: 3-Aug-2001
Issue Date: 7-Nov-2001
Date Available: 7-Nov-2001
DDC Class: 550 Geowissenschaften
Subject(s): Metallogenetische Entwicklung
Krivoy Rog-BIF
geochemische Charakterisierung
Krivoy Rog-Kremenchug Tiefenbruch
Hydrothermale Lösungen und Meerwass
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