Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5705
Main Title: "The grass is always greener on the other side": Access to environmental assessment documents in Germany in international comparison
Translated Title: "The grass is always greener on the other side": Der Zugang zu Umweltprüfungsdokumenten in Deutschland im internationalen Vergleich
Author(s): Odparlik, Lisa Friederike
Advisor(s): Köppel, Johann
Ryan, Clare
Referee(s): Köppel, Johann
Ryan, Clare
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Doctoral Thesis
Language Code: en
Has Part: https://doi.org/10.14279/depositonce-5941
https://doi.org/10.14279/depositonce-5944
https://doi.org/10.14279/depositonce-5945
Abstract: Since the first European Directive on EIA was transposed into German national law in 1990, projects with potentially harmful consequences must undergo an EIA before approval is granted. Since than, it has developed and established as a central tool of environmental policy. Furthermore, as of 2004, relevant plans and programs must undergo a Strategic Environmental Assessment (SEA). For Environmental Assessments (EIA & SEA) a wide range of data and documents is gathered, processed, and produced. The results of an EIA/SEA are documented in an environmental report, which together with other project documents builds a basis for approval decisions by planning authorities. An integral part of any Environmental Assessment (EA) is statutory public participation. Discussions about the why, when, and how to integrate participation in the planning process of projects, plans and programs have dominated the debate regarding fair and effective participation. Albeit, one essential aspect has been underrepresented in Germany: Participation needs information. Kofi Annan (1997) pointed out that knowledge equals power. Information in this context is liberating and education is the premise of progress in every society. Information is not only a prerequisite for a successful democracy, but can affect perceptions in advance of a decision and foster the planning process at all levels and stages. Consequently, the provision of information for the public increases the fairness in public participation by greater transparency, empowerment to participate, and creating environmental and societal awareness. Besides general provision and accessibility of EA documents and process information (e.g. public hearing transcripts), aspects like ‘fair notice’, ‘time to prepare’, and the ‘readability’ of documents play an important role. International practice examples have shown an increasing use of web-based EA registries or project websites to provide information. They inform when participation is possible, provide the relevant documents, and increase the accessibility and continued availability of information. The goal of this PhD thesis has been to generate, improve and communicate a common understanding of the requirements and functions of web-based systems to provide information for fair and effective public participation in EA processes. It analyzed current practice, existing legal requirements and perceived barriers, ending with conclusions on how to overcome existing shortcomings by implementing a meta-information system in Germany. The findings indicate that progressively more German responsible agencies at federal and state level use the Internet to provide information. But, there is still a great lack of enforcement of legal minimum requirements when it comes to the active provision of environmental information in the context of EA and barely any effort to provide information exceeding legal requirements. If information is provided, it is often scattered across manifold lead agency websites and varying scope from case to case. Through comparison with international practice examples, it becomes apparent that there is a great potential to improve the German planning and decision-making practice through web-based information systems and the way how they are run and maintained. The amended European Directive 2014/52/EU and the obligation to implement central portals providing the public with easy and electronic access to relevant information is an initial step fostering the active provision of information. But as research has shown, there is a wide interpretation what, how, and by which means information should be provided. Instead of proving the legally required minimum, this research offers suggestions for the active information provision in support of participation for the four functions: 1. Notice of projects and status updates; 2. provision of documents; 3. additional services to support participation; and 4. e-participation.
Die Umweltverträglichkeitsprüfung wurde 1990 als Umsetzung europäischer Umweltpolitik eingeführt. Seit dem hat sie sich zentrales umweltpolitisches Instrument in Deutschland etabliert und ist Standard-Prüfverfahren zur Umweltfolgenabschätzung umweltrelevanter Projekte. Des Weiteren sind Pläne und Programme seit 2004 einer strategischen Umweltprüfung (SUP) zu unterziehen. Im Rahmen der Umweltprüfungen (UVP & SUP) wird ein breites Spektrum an Daten und Dokumenten gesammelt, verarbeitet und produziert. Die Ergebnisse der Umweltprüfung werden in der Umweltverträglichkeitsstudie/Umweltbericht erfasst und dienen, zusammen mit den weiteren Antragsunterlagen, als Grundlage für die Zulassungsentscheidung der zuständigen Genehmigungsbehörde. Ein integraler Bestandteil der Umweltprüfungen ist die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung. Diskussionen darüber, warum, wann und wie die Beteiligung bei der Planung vom Projekten, Plänen und Programmen integriert werden kann, haben die Debatte über faire und wirksame Beteiligung bisher dominiert. Ein zentraler Aspekt wird bei der zunehmenden Diskussion zur Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung im konkreten Kontext der Umweltprüfungen in Deutschland jedoch noch wenig diskutiert: Beteiligung braucht Information. Wie schon Kofi Anan (1997) betonte, kann Wissen Macht bedeuten. Information ist befreiend und Bildung is die Vorraussetzung für Fortschritte in jeder Gesellschaft. Information ist nicht nur eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Demokratie, sie kann auch die Wahrnehmungen schon im Vorfeld einer Entscheidung und somit den Planungsprozess auf allen Ebenen und in allen Schritten beeinflussen. Folglich führt die Bereitstellung von Informationen für die Öffentlichkeit zu einer deutlichen Verbesserung der Transparenz, einer verbesserten Möglichkeit, sich zu beteiligen, und zur Schaffung von Umweltbewusstsein. Neben der allgemeinen Bereitstellung und Zugänglichkeit von Dokumenten und Prozessinformationen der Umweltprüfung (z.B. Protokolle von öffentlichen Anhörungen), spielen auch Aspekte wie eine „faire Bekanntmachung“, „Zeit zur Vorbereitung“ und die „Lesbarkeit“ von Dokumenten eine wichtige Rolle. Internationale Praxisbeispiele zeigen eine zunehmende Verwendung web-basierter Register oder Projektwebseiten zur Bereitstellung von Informationen. Diese informieren darüber, wann Beteiligung möglich ist, stellen Dokumente bereit, erhöhen die Zugänglichkeit und die kontinuierliche Verfügbarkeit von Informationen. Das Ziel dieser Dissertation war es, ein Verständnis für die Anforderungen und Funktionen web-basierter Informationssysteme für eine faire und effektive Öffentlichkeitsbeteiligung im Umweltprüfungsverfahren zu generieren, verbessern und zu kommunizieren. Im Rahmen der Arbeit wurden die aktuelle Praxis, bestehende gesetzliche Anforderungen und Barrieren untersucht. Sie endet mit Schlussfolgerungen wie die bestehenden Mängel durch die implementierung eines Meta-Informationssystems in Deutschland überwunden werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass zunehmend mehr deutsche Genehmigungsbehörden auf Bundes- und Länderebene das Internet nutzen, um Informationen zur Verfügung zu stellen. Allerdings gibt es, besonders bei der aktiven Informationsbereitstellung in der Umweltprüfung, immer noch ein großes Vollzugsdefizit und wenige Bemühungen mehr als die gesetzlichen Mindestanforderungen umzusetzen. Werden Informationen bereitgestellt, sind diese über die vielen Webseiten der informationspflichtigen Stellen verstreut und variieren im Umfang von Fall zu Fall. Im Vergleich mit internationalen Praxisbeispielen wird deutlich, dass in der Einführung (zentraler) web-basierter Informationssysteme, der Art wie diese Systeme umgesetzt und gepflegt werden, ein großes Potential für die Verbesserung der deutschen Planungs- und Genehmigungspraxis liegt. Die Änderungsrichtlinie 2014/52/EU und die damit verbundene erforderliche Umsetzung zentraler Portale, die der Öffentlichkeit einen einfachen und elektronischen Zugang zu den relevanten Informationen eröffnen soll, ist ein wichtiger Schritt zur Förderung der aktiven Informationsbe-reitstellung. Aber die Forschungsergebnisse dieser Dissertation haben gezeigt, dass es vielfältige Interpretationsmöglichkeiten gibt, welche Informationen, wie und mit welchen Mitteln zur Verfügung gestellt werden sollen. Statt lediglich den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen zu entsprechen, bieten die vorgestellten Forschungsergebnisse Anregungen für die Informationsbereitstellung zur Unterstützung der Beteiligung für die vier Funktionen: 1. Bekanntgabe laufender Planungen und Status-Updates, 2. Bereitstellung von Dokumenten, 3. Zusatzleistungen zur Unterstützung der Beteiligung und 4. Online-Beteiligung.
URI: http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/6140
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5705
Exam Date: 8-Dec-2016
Issue Date: 2017
Date Available: 31-Jan-2017
DDC Class: DDC::300 Sozialwissenschaften::350 Öffentliche Verwaltung, Militärwissenschaft::354 Verwaltung von Wirtschaft und Umwelt
Subject(s): access to information
public participation
environmental assessment documents
procedural information
web-based information provision
registries
Informationszugang
Umweltprüfungsdokumente
Verfahrensinformationen
web-basierte Informationsbereitstellung
Portale
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