Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5727
Main Title: Re-organising the urban stratum
Translated Title: Die Umgestaltung des Urban Stratum
Author(s): De Flander, Katleen
Advisor(s): Million, Angela
Rovers, Ronald
Referee(s): Million, Angela
Rovers, Ronald
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Doctoral Thesis
Language Code: en
Abstract: This dissertation explores the ‘Urban Stratum’, a global layer of urban influence that is obstructing the earth’s natural cycles. Going out from urgency to deal with the wicked global environmental problems of our era, this thesis develops strategies for transforming complex urban systems in the condition of planetary urbanisation, based on the potential leverages of shock and necessity. I therefore construct an interplay of four theoretical concept lines: Planetary Urbanisation, Complexity, Transformation and Necessity; and use practical evidence to support my arguments. A central part of the methodology consists of Transdisciplinary Expert Workshops, of which some were conceptualised as ‘active-peer-review’ and others as ‘creative LAB’. The main contribution of this dissertation to the scientific debates is twofold and lies in the new interconnections it makes. First, this thesis establishes the, intrinsic but largely ignored, link between the nature of urban resource flows and the production of urban space. I conclude that to come to an effective transition of our extended urban systems, a transition of urban resource flows (from ‘linear’ to ‘circular’) will need to go hand in hand with a transition in urban space governance (from ‘closed’ to ‘open’ cities). In other words: a paradigm shift regarding resource flows will demand an appropriate (re-)production of urban space: “Closing Cycles - Opening Cities”. Failing to do so will lead to a further cultivation of ‘tree-like’ structures, which lack complexity and ‘de-urbanise’ the city. Based on this, I suggest that the closing of resource cycles can also serve as a possible new driver for the ‘Open City’. Second, this thesis proposes a conscious use of necessity for socio-ecological transformations. Inspite the visibility of counterevidence, the need for innovation or change is currently mostly approached from situations of comfort, safety and predictability. These are, I argue, not able to produce enough energy to push the necessary transformation. Next to posing natural resource (re-)appropriation processes and ‘shrinking cities’ as strategic points of entry, this thesis develops a ‘pressure-point strategy’ which highlights the potential to evolve what has often been an intuitive practice, led by community or elected leaders into a more accessible strategy for shaping socio-ecological transformation in urban practice. This method for customised complex problem handling starts from stress states in the urban system(s) and uses their initial momentum to encourage systemic change through ‘intraventions' at selected pressure points. In the discussion, both contributions lead to the need for cities to become responsive again to their social and natural environment. The knowledge to do this is stored for instance in vernacular architecture and other forgotten techniques that answered to the earths natural cycles, but most of all in the common sense of aborting the consumption-centred paradigm for respect and simplicity, traits that are hard to obtain without immediate pressure.
Diese Dissertation untersucht das 'Urban Stratum', eine planetarische Schicht urbanen Einflusses, die die natürlichen Zyklen der Erde stört. Ausgehend von der Dringlichkeit den ‘wicked’ globalen Umweltprobleme unserer Zeit zu begegnen, werden Strategien für die Transformation komplexer urbaner Systeme im Zustand der ‘Planetary Urbanisation’ entwickelt. Diese basieren im Wesentlich auf Überlegungen zu Potentialen, die Schocks und ‘Necessity’ entfalten können, um als Hebelwirkung für Veränderung zu fungieren. Im Rahmen der Arbeit werden vier theoretische Ansätze miteinander verknüpft - Planetary Urbanisation, Komplexität, Transformation und Notwendigkeit - und die Argumentation durch Praxisbeispiele untermauert. Kern der methodischen Vorgehensweise sind darüberhinaus Transdisziplinäre Expertenworkshops, die einerseits als ‘active-peer-review’ sowie andererseits als ‘creative LAB’ Veranstaltungen konzipiert sind. Die vorliegende Arbeit leistet in zweifacher Hinsicht einen wichtigen Beitrag zu der wissenschaftlichen Debatte, der sich auf neue Verbindungen zwischen den theoretischen Zugängen bezieht. Zum einen bezieht sich dies auf die augenscheinlich enge, aber bisher weitgehend ignorierte Verbindung zwischen der Art urbaner Ressourcenströme und der Produktion urbanen Raumes. Argumentiert wird, dass ein Übergang urbaner Ressourcenströme (von ‘linear’ zu ‘kreisförmig') mit einem Übergang urbaner Governance (von ‘geschlossenen’ zu ‘offenen’ Städten) Hand in Hand gehen muss, um urbane Systeme wirksam zu transformieren. Anders gesagt, ein Paradigmenwechsel mit Blick auf Ressourcenströme erfordert eine entsprechende (Re-)Produktion urbaner Räume: “Closing Cycles - Opening Cities”. Werden diese beiden Übergänge nicht zusammengedacht, führt dies unweigerlich dazu, dass ‘tree-like’ Strukturen, denen Komplexität fehlt und die die Stadt ‘de-urbanisieren’, weiter kultiviert werden. Ein Ergebnis der Arbeit ist die Erkenntnis, dass die Schließung der Ressourcenkreisläufe auch als ein möglicher neuer Treiber für die ‘offene Stadt’ verstanden werden muss. Zum anderen wird mit dieser Dissertation für eine bewusste Berücksichtigung von ‘Necessity’ als Treiber für eine sozial-ökologische Transformation eingetreten. Dies steht entgegen gegenwärtigen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen, bei denen sich der Bedarf an Innovationen und Veränderungen meist aus Situationen von Wohlfahrt, Sicherheit und Vorhersehbarkeit speist. Derartige Zustände können jedoch kaum genügend Energie erzeugen, um eine notwendige sozial-ökologische Transformation voranzubringen. Vielmehr, so ein weiteres Forschungsergebnis, sollten zukünftig schrumpfende Städte und ‘Necessity’-basierte (Rück-)gewinnungsprozesse von natürlichen Ressourcen als Ausgangspunkte für Transformation stärker berücksichtig werden. Wie dies praktisch umgesetzt werden kann, verdeutlich die ‘pressure point’ Strategie, die im Rahmen der vorliegenden Dissertation entwickelt wird. Sie greift Ansätze zur Gestaltung einer sozio-ökologischen Transformation im urbanen Raum auf, die oft als intuitives Handeln von lokalen und gewählten ‘Leaders’ praktiziert werden, und überführt diese in eine anwendbare Strategie. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt in fallspezifischen Spannungszuständen urbaner Systeme und macht sich das initiale Momentum zunutze, um systemische Veränderungen durch ‘intraventions’ an bestimmten ‘pressure points’ zu forcieren. Die Diskussion beider Ergebnisse verdeutlicht letztlich auch, dass urbane Räume notwendigerweise ihre soziale und natürliche Umwelt wieder berücksichtigen. Erforderliches Wissen, wie dies gehen kann, verbirgt sich beispielsweise in lokalspezifischer, einheimischer Architektur oder den vielfach in Vergessenheit geratenen Techniken Wissen, um auf die natürlichen Zyklen der Erde einzugehen. Vielmehr noch gilt es jedoch ein an Konsum orientiertes Paradigma zugunsten von Merkmalen wie Respekt und Einfachheit zu brechen; Charakteristiken, die ohne umgehenden Druck nur schwerlich erlangt werden können.
URI: http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/6162
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5727
Exam Date: 8-Jul-2016
Issue Date: 2017
Date Available: 14-Feb-2017
DDC Class: DDC::700 Künste und Unterhaltung::710 Landschaftsgestaltung, Raumplanung::710 Städtebau, Raumplanung, Landschaftsgestaltung
Subject(s): urban stratum
planetary urbanisation
necessity
transformation
complexity
Notwendigkeit
Transformation
Komplexität
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