Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5964
Main Title: Challenges of the Energiewende from a policy analysis perspective
Subtitle: understanding the goals and improving the policy instruments of Germany’s energy transition
Translated Title: Die Herausforderungen der Energiewende aus Sicht der Politikfeldanalyse
Translated Subtitle: Klärung der Ziele und Verbesserung der Politikinstrumente
Author(s): Joas, Fabian
Advisor(s): Edenhofer, Ottmar
Referee(s): Edenhofer, Ottmar
Lederer, Markus
Granting Institution: Technische Universität Berlin
Type: Doctoral Thesis
Language Code: en
Abstract: Germany is currently restructuring its energy system, an endeavor its chancellor, Angela Merkel, called the project of the century. This Energiewende has moved into rough waters in recent years. The relatively high and rapidly growing shares of fluctuating renewable energy sources (mainly wind and photovoltaic) have led to numerous technical and socio-economic challenges. The unclear and sometimes contradictory policy goals of the Energiewende as well as suboptimally designed policy instruments in key areas of the Energiewende are the two major areas of concerns of this dissertation. The aim of this dissertation is to contribute to the solution of selected challenges of the Energiewende in the context of goals and policy instruments. In this regard, the following four research questions are addressed: 1. What are the goals of the Energiewende and how do they interact with the design of policy instruments? 2. What are the impacts of the German nuclear phase-out on the electricity market and the security of supply? 3. How do different designs of support mechanisms for renewable energy affect the risk-distribution between society, investors in renewable energy and investors in conventional power plants? 4. What is the impact of ex-post transaction costs on the cost-effectiveness of selected climate policy instruments? The main results and the subsequent policy conclusions of this thesis can be summarized as follows: The research on the goals of the Energiewende was based on a survey among elite policy actors, which showed that climate protection is the most important goal of the Energiewende. However, climate protection is neither the only goal, nor an indispensable one. Additional goals such as the nuclear phase-out, import independence from fossil fuels and job creation also play an important role. A large majority agrees that the Energiewende would make sense even if climate change did not exist. The following policy conclusions can be derived: first, there should be a clear, transparent and public debate on the goals of the Energiewende, i.e. a debate on what the Energiewende is actually bound to achieve. Second, economic policy analysis of the Energiewende should acknowledge the multiplicity of political goals and take them into account in their models. Regarding the phase-out of the German nuclear power plants it is found that the precise date for the complete shut-down of Germany’s nuclear power plants has a relatively small effect on the wholesale electricity price and security of supply. The following policy conclusion can be derived: the German nuclear phase-out will neither have a substantial effect on the wholesale electricity prices, nor on the security of supply. Regarding the design of RES-support schemes it is found that the distribution of long-term electricity price risk between society and investors strongly depends on various set ups. A design that exposes RES-investors to higher risks may result in more efficient investments. However, more risks for RES-investors means that small actors (e.g. cooperatives) have less opportunities to invest in the Energiewende, because they are less capable to hedge long-term price risks efficiently. The following policy conclusion can be derived: the question whether investors in RES, investors in conventional power plants or society should carry the long term electricity price risk is a political (i.e. distributional) issue, which crucially depends on political goals such as actor diversity. On the question of transaction costs of climate policy instruments: the ex-post transaction costs are relatively low for instruments such as emissions trading systems and affect the cost-effectiveness only slightly. The following policy conclusion can be derived: Given the minor role of ex post transaction costs, they can be neglected as a source of significant distortions. However, this statement only refers to regions with strong institutions (such as the EU or the US). The focus in policy instrument design should be on properties that fundamentally influence cost effectiveness as well as equity and political economy considerations.
Deutschland befindet sich aktuell in einem umfassenden Umbau seiner Energieversorgung, den Bundeskanzlerin Angela Merkel als Jahrhundertprojekt bezeichnet hat. Diese Energiewende ist in den letzten Jahren in schweres Fahrwasser geraten. Die relativ hohen und schnell wachsenden Anteile fluktuierender erneuerbarer Energien (vor allem Wind und Photovoltaik) haben zu zahlreichen technischen und sozioökonomischen Herausforderungen geführt. Problematisch erscheinen vor allem die unklaren und teilweise widersprüchlichen Zielsetzungen der Energiewende. Zudem wurden die Politikinstrumente in wesentlichen Handlungsfeldern suboptimal konzipiert. Das Ziel dieser Arbeit ist es, Lösungen für ausgewählte Probleme in diesem Zusammenhang zu finden. Dazu stellen sich folgende Fragen: 1. Was sind die Ziele der Energiewende, und welchen Einfluss haben diese auf die Ausgestaltung von Politikinstrumenten? 2. Wie werden sich die unterschiedlichen Abschaltzeitpunkte der deutschen Atomkraftwerke auf den Strommarkt und die Versorgungssicherheit auswirken? 3. Wie beeinflussen unterschiedliche Fördermechanismen für erneuerbare Energien die langfristige Risikoverteilung zwischen Gesellschaft, Investoren in erneuerbare Energien und Investoren in konventionelle Kraftwerke? 4. Welchen Einfluss haben ex-post Transaktionskosten auf die Effizienz von ausgewählten Klimapolitikinstrumenten? Die zentralen Ergebnisse und die sich daraus ergebenden politikrelevanten Schlussfolgerungen dieser Doktorarbeit lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Forschungsergebnisse zu den Zielen der Energiewende basieren auf einer Befragung politisch relevanter Akteure. Sie zeigen, dass Klimaschutz als das wichtigste, aber nicht als das einzige Ziel der Energiewende anzusehen ist. Auch der Atomausstieg, die Reduzierung der Importabhängigkeit von fossilen Rohstoffen und die Schaffung neuer Arbeitsplätze werden häufig als relevante Ziele genannt. Eine große Mehrheit der Befragten stimmt sogar der Aussage zu, dass die Energiewende selbst dann sinnvoll wäre, wenn es keinen Klimawandel gäbe. Daraus ergeben sich folgende politikrelevante Schlussfolgerungen: Erstens sollte eine transparente und öffentliche Debatte über die Ziele der Energiewende geführt werden. Also eine Debatte, was genau mit der Energiewende eigentlich erreicht werden soll. Die Wissenschaft sollte zu dieser gesellschaftlichen Diskussion mit fundierten Informationen beitragen und Wirkungszusammenhänge verständlich erläutern. Zweitens sollten ökonomische Studien zur Energiewende transparent mit der Frage umgehen, auf welchen Zielsetzungen ihre Politikempfehlungen basieren. Zur Frage der Abschaltzeitpunkte der deutschen Atomkraftwerke: Der Zeitpunkt des vollständigen Atomausstiegs in Deutschland hat nur einen relativ geringen Einfluss auf die Großhandelsstrompreise und die Versorgungssicherheit. Die Ergebnisse der Simulationsrechnungen haben deutlich gemacht, dass bestimmte Modellannahmen (wie Brennstoff- und CO2-Preise) einen deutlich höheren Einfluss haben. Politikrelevante Schlussfolgerung: Der deutsche Atomausstieg wird weder zu einem starken Anstieg des Großhandelsstrompreises noch zu maßgeblichen Problemen bei der Versorgungssicherheit führen. Zur Frage der Ausgestaltung von Fördermechanismen für erneuerbare Energien: Die Wahl des Förderregimes für erneuerbare Energien hat einen starken Einfluss auf die Verteilung der langfristigen Strompreisrisiken zwischen Gesellschaft und Investoren. Förderinstrumente, die Investoren in erneuerbare Energien höheren Risiken aussetzen, können zu gesamtwirtschaftlich effizienteren Ergebnissen führen. Gleichzeitig sinken jedoch die Chancen für kleine Akteure (z.B. Bürgerenergiegenossenschaften), sich am Ausbau der Energiewende zu beteiligen. Denn kleine Akteure sind kaum in der Lage, langfristige Risiken effizient zu streuen. Politikrelevante Schlussfolgerung: Die Wahl eines Förderinstruments für erneuerbare Energien ist eine vornehmlich politische Frage, da sie die Verteilung von Kosten und Risiken zwischen bestimmten gesellschaftlichen Gruppen regelt. Zur Frage der Transaktionskosten bei Klimapolitikinstrumenten: Für Instrumente wie Emissionshandelssysteme sind die ex-post Transaktionskosten relativ gering und beeinflussen die Effizienz eines Instruments nur geringfügig. Politikrelevante Schlussfolgerung: Für die Ausgestaltung von Instrumenten wie dem Emissionshandel spielen ex-post Transaktionskosten eine untergeordnete Rolle. Als Ursache von bedeutenden Marktverzerrungen können sie daher ausgeschlossen werden. Diese Aussage bezieht sich jedoch nur auf Regionen mit starken Institutionen. Der Fokus bei der Konzipierung von Klimapolitikinstrumenten sollte somit auf Faktoren liegen, welche einen stärkeren Einfluss auf die Effizienz eines Instruments haben.
URI: http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/6417
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-5964
Exam Date: 19-May-2017
Issue Date: 2017
Date Available: 29-Jun-2017
DDC Class: DDC::300 Sozialwissenschaften::330 Wirtschaft::333 Boden- und Energiewirtschaft
Subject(s): energy transition
political goals
policy design
transaction costs
Energiewende
politische Ziele
Design von Politikinstrumenten
Transaktionskosten
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