Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-397
Main Title: Reale und virtuelle Räume in der Computermusik
Subtitle: Theorien, Systeme, Analysen
Translated Title: Real And Virtual Spaces in The Computer Music
Author(s): Zelli, Bijan
Advisor(s): Motte-Haber, Helga de la
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät I - Geisteswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: In dieser Arbeit wird die Beschreibung des Raum-Klang-Verhältnisses auf zwei Ebenen, nämlich jener der technischen Methoden der Verräumlichung und jener ihrer kompositorischen Implikation in der computergestützten Musik angestrebt. Die technischen Methoden der Klangverräumlichung werden in 4 Aspekten untersucht, die die Rolle der Zeitverzögerung, der Dynamik, der inneren Klang-Raum- Organisation und der Klangbewegung im Raum in den Vordergrund stellen. Auf der zweiten Ebene werden die Gattungen angesprochen, denen ein relativ klares Raumkonzept zugrunde liegt, d.h. Soundscape, musique acousmatique und Klanginstallation. Die Arbeit wird auch mit vier ausführlichen Analyse-beispielen belegt. Das erste Beispiel Turenas von John Chowning wurde wegen seiner histori-schen Bedeutung in der Entwicklung der computergestützten Simulation der Bewegung gewählt. Die Komposition At This Point, in Time von Rob Waring ist ein gutes Beispiel für eine algorithmisch gesteuerte Raummusik, die im Unterschied zu anderen Beispielen ein individuelles Raumkonzept darstellt. Henry Gwiazdas buzzingreynold'sdreamland erforscht mit der neuesten Software die unüberschrittenen Grenzen der drei-dimensionalen Raum-musik, die in diesem Fall mit nur zwei Lautsprechern realisiert wird und schließlich die Komposition The Standing Man von Christian Calon, die einerseits sich wegen der multi-kanaligen Technik im Computermusik-Repertoire auszeichnet und andererseits die Disku-ssionen unter Musique Acousmatique und imaginäre Räume als ein typisches Beispiel belegt. Die Arbeit erlaubt die folgenden Schlußfolgerungen zu ziehen: erstens: die Entwicklung der musikalischen Sprache in der Computermusik ist streng mit der Entwicklung der Technik verbunden; zweitens: algorithmische Musik bezieht sich auf keine bestimmte Raumästhetik, sondern läßt die Komponisten auf eigene Art und Weise sehr differenzierte Raumkonzepte entwickeln; drittens: die Realisation der drei-dimensionalen Raummusik hat mittels neuer Software-Programme große Fortschritte gemacht, die in der Zukunft die Multi-Lautsprecher-Systeme ersetzen kann; viertens: Simulation und Transformation sind die wichtigsten technischen Verfahren der Computermusik zur Gestaltung des musikalischen Raumes.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-2990
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/694
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-397
Exam Date: 12-Jan-2001
Issue Date: 2-Feb-2001
Date Available: 2-Feb-2001
DDC Class: 780 Musik
Subject(s): Klanginstallation
Klangraum
Musique acousmatique
Raumklang
Soundscape
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