Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-7331
Main Title: Eskalation – Dynamiken der Gewalt im Kontext der G20-Proteste in Hamburg 2017
Institution: Hamburger Institut für Sozialforschung
Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin
Institut für Protest- und Bewegungsforschung
Other Contributor(s): Teune, Simon
Ullrich, Peter
Knopp, Philipp
Type: Report
Language Code: de
Abstract: Die Gewalt um den G20-Gipfel wird in Hamburg auch ein gutes Jahr nach den Ereignissen noch kontrovers diskutiert. Wie konnte ein Gipfelprotest in Unruhen mit breiter Beteiligung übergehen? Warum lag bei Polizeimaßnahmen die Schwelle zur Gewalt so niedrig? Der Bericht „Eskalation. Dynamiken der Gewalt im Kontext der G20-Proteste in Hamburg 2017“, der am 6. September veröffentlicht wird, will die Debatte um eine neue Perspektive erweitern. Der Bericht rekonstruiert, wie und warum die Gewalt in Hamburg in dieser Form eskalierte. Er enthält sich dabei weitgehend einer moralischen Einordnung. Dazu beleuchtet das Forschungsteam konkrete Situationen des Aufeinandertreffens der Konfliktparteien und bettet sie in einen größeren Kontext ein. Die Gewalt rund um den G20-Gipfel lässt sich, nur bedingt aus den Motiven und Planungen der Beteiligten erklären. Die Entwicklung wird stattdessen auf Prozesse der Eskalation zurückgeführt, in denen sich wahrgenommene Bedrohung, Handlungen und Deutungen auf fatale Weise miteinander verflechten. Die Gewaltprognosen im Vorfeld haben sich in der Juliwoche nicht einfach bestätigt. Ein solcher Kurzschluss verstellt nicht nur den Blick auf die Dynamik der Entwicklungen und die Handlungsspielräume der Beteiligten; er beschneidet auch den Raum für die Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Konflikt, der sich in Hamburg entlud. Das Projekt „Mapping #NoG20“ startete im Dezember 2017 mit Unterstützung von vier Stiftungen. Koordiniert vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (ipb), dem Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin (ZTG) und dem Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) wurde es durch ein Netzwerk von mehr als 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Protest-, Polizei- und Gewaltforschung getragen. Der Bericht, eine interaktive Karte und vertiefende Analysen sind ab jetzt abrufbar unter http://g20.protestinstitut.eu Parallel gibt es eine breitere Diskussion zum Projekt, seinen Ergebnissen und ihrem größeren politischen, historischen und sozialen Kontext auf http://www.soziopolis.de
URI: https://depositonce.tu-berlin.de//handle/11303/8176
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-7331
Issue Date: 2018
Date Available: 11-Sep-2018
DDC Class: 300 Sozialwissenschaften
Subject(s): G20-Gipfel 2017
Hamburg
Demonstrationsbeobachtung
Polizei
Polizeiforschung
Protestforschung
G20 summit
observation
police
police research
protest
License: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/
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