Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-527
Main Title: Innerbetriebliches Ecopreneurship durch Umweltmanagementsysteme?
Subtitle: Eine empirische Analyse von Bedingungen umweltbewussten Arbeitsverhaltens
Translated Title: Ecopreneurship and environmental managementsystems
Author(s): Pichel, Kerstin
Advisor(s): Gebert, Diether
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät VII - Wirtschaft und Management
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: Spätestens in den Jahren 1995/1996 kam der betriebliche Umweltschutz, und insbesondere öffentlichkeitswirksame Umweltmanagementsysteme (UMS) nach EMAS oder ISO 14001 stark in Mode . In der Praxis wurde schnell klar, dass aktives, umweltbewusstes Arbeitsverhalten auf allen Hierarchieebenen und von allen Unternehmensmitgliedern sprich innerbetriebliches Ecopreneurship - eine entscheidende Voraussetzung für einen wirksamen betrieblichen Umweltschutz ist. In der vorliegenden Arbeit untersuche ich, durch welche Verhaltensbedingungen das gewünschte innerbetriebliche Ecopreneurship gefördert werden kann und welche entsprechenden Unterstützungspotentiale UMS bieten. Dazu führte ich zwischen 1997 und 1999 eine Längsschnittuntersuchung der Umweltmanagementaktivitäten in sechs deutschen Unternehmen durch und befragte in drei Befragungsrunden jeweils ca. 250 Unternehmensmitglieder zu ihren Verhaltensbedingungen und ihrem aktiven, umweltbewussten Arbeitsverhalten, welches ich als Ausdruck von Ecopreneurship verstehe. Im Zeitverlauf analysierte ich mit Hilfe von Korrelations- und Regressionsanalysen sowie Mittelwertvergleichen sowohl Zusammenhänge als auch Veränderungen von Verhalten und Bedingungen. Ausserdem stellte ich den quantitativen Ergebnissen qualitative Erkenntnisse zur Seite. Als Ergebnis meiner empirischen Arbeit ist festzuhalten: Aktives umweltbewusstes Arbeitsverhalten als Ausdruck innerbetrieblichen Ecopreneurships wird maßgeblich von der Transparenz der Umweltschutzaktivitäten bei der Arbeit, ökospezifischer Fachqualifikationen, Erfolgserwartungen für Umweltschutzaktivitäten, der Valenz des Umweltschutzes und von Anreizen erklärt. Bis auf die Anreize ist bei allen Prädiktoren von einer positiven Verhaltensbeeinflussung auszugehen. Wahrscheinlich haben Anreize bei hoher Ausprägung der anderen Prädiktoren eher kontraproduktive Wirkung auf aktives, umweltbewusstes Arbeitsverhalten. Die Unternehmen mit UMS-Aktivitäten zeichnen sich durch positivere Einschätzungen in den quantitativ erfassten Verhaltensbedingungen und ein aktiveres umweltbewusstes Arbeitsverhalten aus, als der Betrieb ohne UMS-Aktivitäten. Im Untersuchungsverlauf konnten kontinuierliche Verbesserungen nur bei den Bedingungen des Ökologischen Betriebs- und Arbeitsklimas beobachtet werden. Eindeutige, positive Auswirkungen von UMS-Aktivitäten auf die Motivation und das aktive, umweltbewusste Arbeitsverhalten können nicht begründet nachgewiesen werden. Möglicherweise ist eine Zeitverzögerung der Verhaltensänderung oder ein intervenierender Einfluss unternehmenskultureller Aspekte der Grund etwa die Bedeutung des betrieblichen Umweltschutzes im aktuellen Zielsystem des Unternehmens, die Veränderungsbereitschaft oder der Wertschätzung von Eigeninitiative im Betrieb.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-4292
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/824
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-527
Exam Date: 24-Oct-2002
Issue Date: 27-Feb-2004
Date Available: 27-Feb-2004
DDC Class: 330 Wirtschaft
Subject(s): Empirische Längsschnittanalyse
Innerbetriebliches Ecopreneurship
Ökologisches Arbeitsverhalten
Umweltmanagementsysteme
Umweltrelevante Arbeitsbe
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Appears in Collections:Fakultät 7 Wirtschaft und Management » Publications

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