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Main Title: Das Internet als Kommunikationsforum für suizidgefährdete Adoleszente
Author(s): Mall, Vera Klara
Advisor(s): Kappeler, Manfred
Granting Institution: Technische Universität Berlin, Fakultät I - Geisteswissenschaften
Type: Doctoral Thesis
Language: German
Language Code: de
Abstract: In Auseinandersetzung mit kulturhistorischen, soziologischen und psychodynamischen Aspekten, sowie Theorien, die das Verhältnis Suizid und Adoleszenz verfolgen, konnte in vorliegender Dissertation herauskristallisiert werden, dass dem Suizidgeschehen ein multikausales Bedingungsgefüge zugrunde liegt. In diesem Bedingungsgefüge spielen insbesondere bei suizidgefährdeten Adoleszenten kommunikative Appelle an das soziale Umfeld eine bedeutende Rolle. Da das Internet seinen Nutzern Möglichkeiten zur Kommunikation bietet, stellte sich bei der Erörterung bestehender Theorien und Studien zur computervermittelter Kommunikation die Frage, welche Chancen, aber auch welche Grenzen institutionelle Hilfs- und Beratungsangebote für Suizidgefährdete für das Medium Internet sehen. Zur Abklärung wurde eine quantitative Vergleichsstudie, sowie eine qualitative Befragung einiger bereits im Internet aktiver Institutionen über die kommunikativen Chancen und Grenzen des Mediums via E-Mail zwischen im Internet aktiven und nicht aktiven institutionellen Hilfs- und Beratungseinrichtungen für Suizidgefährdete durchgeführt. Übereinstimmend kamen die befragten Institutionstypen zur Überzeugung, dass das Internet als zusätzliches Angebot in bestehender psycho-sozialer Angebotslandschaft anzusehen und insbesondere als Informationsvermittler nicht mehr wegzudenken sei. Im Hinblick auf Suizidgefährdete und hier speziell suizidgefährdete Adoleszente zeigte sich aber auch, dass der für die Arbeit der beiden befragten Institutionstypen wichtige emotional-kommunikative Beziehungsaspekt vorzugsweise face-to-face stattfindet. Auch die institutionelle Bearbeitungspraxis eingehender E-Mails (innerhalb von 48 Stunden) wird in Anbetracht der als notwendig gesehenen beziehungs- und emotionsnahen Betreuung akut suizidal Gefährdeter, derzeit als Schwachpunkt der interaktiven Betreuungsarbeit via E-Mail angesehen. Herauskristallisierte Missstände lagen bei allen befragten Institutionen vor allem in strukturellen Schwierigkeiten mit fehlenden personellen Kapazitäten und finanziellen Ressourcen. Positiv hervorgehoben wurden die Gesichtspunkte der Wahrung der Anonymität und der damit einhergehenden Niedrigschwelligkeit eines Angebotes für Suizidgefährdete, die nach Einschätzung der befragten Institutionen über das Internet gesicherter zu gewährleisten sind. Da es sich um eine zeitlich sehr früh angesetzte Untersuchung sozialer Arbeit im Internet handelt und tradierte Umgangsweisen mit diesem neuen Medium noch nicht vorliegen, kann abschließend noch keine verbindliche perspektivische Einschätzung für die interaktive Internetpraxis im sozialen Bereich abgegeben werden, wohl aber die Hoffnung auf Erweiterung derartiger Forschungsprojekte, die dabei bestmöglich auch den in vorliegender Arbeit angesprochenen Personenkreis suizidgefährdeter Adoleszenter zu Wort kommen lässt.
URI: urn:nbn:de:kobv:83-opus-5859
http://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/981
http://dx.doi.org/10.14279/depositonce-684
Exam Date: 26-Feb-2003
Issue Date: 17-Mar-2003
Date Available: 17-Mar-2003
DDC Class: 150 Psychologie
Subject(s): Adoleszenz
Internet
Kommunikation
Suizid
Adolescence
Communication
Internet
Suicide
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Appears in Collections:Technische Universität Berlin » Fakultäten & Zentralinstitute » Fakultät 1 Geistes- und Bildungswissenschaften » Publications

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