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Entwicklung und Untersuchung verschiedener Maßnahmen zur Strukturierung des Berliner Reisebusverkehrs mithilfe einer agentenbasierten Verkehrssimulation

Wissenschaftlicher Abschlussbericht zum Projekt “Reisebusstrategie für Berlin”

Ewert, Ricardo; Dizdar, Mustafa Anil Can; Nagel, Kai; Richter, Thomas

Der Reisebus ist aus der Perspektive der CO₂-Emissionen pro Personenkilometer ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Durch laufende Motoren im Standbetrieb und lange Fahrzeiten für die Parkplatzsuche entstehen jedoch negative Auswirkungen auf die Klimabilanz des ansonsten umweltfreundlichen Verkehrsmittels. Daher lässt sich davon ausgehen, dass eine unkoordinierte Führung der Reisebusse zu einer hohen Schadstoff-, Lärm- und Flächenbelastung führt, die wiederum Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmer*innen, Anwohnern und Bustourist*innen erzeugt. Das Projektvorhaben zielt daher auf die Erarbeitung eines einheitlichen Reisebuskonzepts ab, um die Schadstoff-, Lärm- und Flächenbelastung durch den Reisebusverkehr zu reduzieren und Konflikten zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmende, Anwohnern und Tourist*innen vorzubeugen. Im Verlauf des Projektes soll mithilfe einer Simulation, welche verschiedene Formen der Organisation des Berliner Reisebusverkehrs abbildet, geprüft werden, welche Strategien die günstigsten sind. Ausgehend von dieser Simulation kann die Einsparung von CO₂-Emissionen/Feinstaubemissionen sowie die effizientere Gestaltung der Beförderung von Tourist*innen für Busunternehmer und die Identifikation von Stellplätzen zum Dauerparken, Kurzparken und als Drop-Off Points ermittelt werden. Der Fokus des Projektvorhabens liegt somit weniger auf dem Reisebusverkehr als solchem, sondern vielmehr auf der Verbesserung der aktuell ineffektiven Betriebsstrukturen, z. B. Vermeidung von unnötigen Fahrten bei der Stellplatzsuche.