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MODUS-COVID Bericht vom 09.08.2022

Müller, Sebastian Alexander; Charlton, William; Ewert, Ricardo; Paltra, Sydney; Rakow, Christian; Rehmann, Jakob; Conrad, Tim; Schütte, Christof; Nagel, Kai

In diesem Bericht befassen wir uns mit zwei aktuellen politische Entwicklungen, nämlich zum einen mit den Überlegungen zur Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) und zum anderen mit der Bestellung zweier verschiedener Impfstoffe für den Herbst. Wir berechnen Maßnahmenwirkungen vor dem Hintergrund einer neuen hypothetischen Immunfluchtvariante, welche im Herbst erstmalig auftreten könnte. Unsere Simulationen zeigen, dass die im IfSG genannten Maßnahmen knapp ausreichen könnten, um den R-Wert dieser hypothetischen neuen Variante auf einen Wert unter 1 zu drücken. Abhängig von der Krankheitsschwere der neuen Variante und dem Grad der Einhaltung der Maßnahmen durch die Bevölkerung könnte dies insgesamt ausreichen oder auch nicht, um die Krankenhäuser nicht stärker zu belasten als während der Omikron-Welle Anfang 2022. Bzgl. der beiden neuen Impfstoffe bestätigen die Simulationen, dass es von den Eigenschaften einer neuen Virusvariante abhängt, welcher Impfstoff vorteilhafter ist. Generell hilft allerdings jede Impfung im Herbst/Winter, um insbesondere bei den vulnerablen/älteren Bevölkerungsgruppen die Krankenhausbelastung zu reduzieren.
Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY)Creative Commons Attribution 4.0 (CC BY)

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VersionDateSummary
2022-10-21 10:21:53
Korrektur in Abschnitt 4 (Parameter zur Impfkampagne)
2022-08-09 08:51:12