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Bamboo: a socio-material approach to past and present bamboo cultures

Erkol, Yusuf Aslan

Inst. Philosophie-, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte

Bamboo is regarded as the most versatile woody plant worldwide. It accompanied humans from prehistoric times and contributed much to the socio-cultural and technological development of many small-scale and large-scale societies in Asia, the Americas, and Africa. Moreover, bamboo is still essential for subsistence-oriented farmers and their bamboo-based or -related indigenous technologies and material cultures. Through the study of historical records and anthropological fieldwork, this book attempts to analyze past and contemporary bamboo cultures and interprets human-bamboo relationships from an epistemologically symmetric view that re-integrates things as part of the social. In so doing, this book reviews the debates concerning the human–thing relations and examines the redefinition of the social from an interdisciplinary perspective. Thus, following socio-material theories, such as practice theory and Actor-Network Theory, this work scrutinizes the interrelation of humans and bamboo by taking into account its elements’ characteristic features and their contribution to the human-bamboo relationship: humans and their bodily and sensual involvement in the production and use of bamboo tools and mundane objects as part of everyday activities and bamboo as a forest product and plant, raw and construction material, tool, device, commodity, as well as its part in the human-made surrounding and immaterial value. It is argued that using a cross-disciplinary approach and an openness for nonhuman influence on the social sphere, a deeper understanding of bamboo’s impact on peoples’ lives can be attained.
Bambus gilt als das vielseitigste Nutzholz der Welt. Seit prähistorischen Zeiten begleitet es den Menschen und trug so wesentlich zur soziokulturellen und technologischen Entwicklung vieler Kulturen in Asien, Amerika und Afrika bei. Auch heute noch ist Bambus für Bäuerinnen und Bauern der subsistenzorientierten Landwirtschaft und ihre auf Bambus basierenden traditionellen Technologien und materiellen Kulturen von wesentlicher soziokultureller und technischer Bedeutung. Durch das Studium historischer Quellen und mittels anthropologischer Feldforschung versucht dieses Buch, vergangene und gegenwärtige Bambuskulturen zu analysieren und die Beziehungen zwischen Menschen und Bambus aus einer epistemologisch symmetrischen Sichtweise heraus zu interpretieren, und begreift dabei die nichtmenschlichen Entitäten als Teil des Sozialen. In diesem Zusammenhang greift dieses Buch aktuelle Diskussionen über die Beziehungen zwischen Menschen und Dingen auf und untersucht die Neudefinition des Sozialen aus einer interdisziplinären Perspektive. In Anlehnung an sozio-materielle Theorien wie die Praxistheorie und die Akteur-Netzwerk-Theorie wird in diesem Buch die Wechselbeziehung zwischen Menschen und Bambus untersucht, indem die charakteristischen Merkmale ihrer Bestandteile und deren Beitrag zur Mensch-Bambus-Beziehung berücksichtigt werden. Dazu gehören unter anderem: Menschen und ihre körperliche und sinnliche Beteiligung an der Herstellung und Verwendung von Bambuswerkzeugen und Alltagsgegenständen als Teil alltäglicher Aktivitäten; Bambus als ein forstwirtschaftliches Erzeugnis und Pflanze, Baumaterial, Werkzeug, Gerät und Ware; die Rolle des Bambus in der vom Menschen geschaffenen Umwelt; als auch sein immaterieller Gehalt. Hierbei wird dargelegt, dass mit Hilfe eines interdisziplinären Ansatzes und einer Offenheit für nichtmenschliche Einflüsse auf die soziale Sphäre ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Bambus auf das Leben der Menschen erreicht werden kann.