On the political economy of coal transitions - a multimethod study

dc.contributor.advisorEdenhofer, Ottmar
dc.contributor.authorManych, Niccolò
dc.contributor.grantorTechnische Universität Berlin
dc.contributor.refereeEdenhofer, Ottmar
dc.contributor.refereeSteckel, Jan Christoph
dc.contributor.refereeFlachsland, Christian
dc.date.accepted2023-05-22
dc.date.accessioned2023-08-07T11:42:17Z
dc.date.available2023-08-07T11:42:17Z
dc.date.issued2023
dc.description.abstractCoal is the single largest source of GHG emissions. Hence, mitigating climate change necessitates a swift phase-out of coal power. However, transitioning away from coal poses multiple challenges. Countries may have a variety of reasons to invest in coal, many of which are related to interests of powerful actors. These incumbents can resist coal transitions and related policies. Furthermore, coal transitions have shown to increase inequalities between countries, regions, and population groups, which is known to diminish public and political support. In this doctoral thesis, I scrutinize the following short yet complex question: “How can countries effectively phase out coal?” The five central chapters to the dissertation analyse various aspects of the political economy of coal transitions using qualitative and quantitative methods. Chapter 2 produces a systematic map of historical coal transitions to identify past transitions and their drivers, barriers, and outcomes. The next three chapters analyse the current situation of coal to inform future transition strategies: Chapter 3 applies topic modelling on interviews to discover similarities in terms of coal deployment and reasons thereof across 12 countries; Chapter 4 takes a closer look at the case of the Philippines through expert interviews by identifying relevant actors in energy decision making, their objectives, and contextual factors; Chapter 5 takes a global perspective and tracks the funding and technology flows for coal plants – from the financing to the recipient countries – using a novel dataset and semi-structured interviews. Chapter 6 sheds light on future coal transitions and intends to predict countries’ difficulties to retire coal plants early using a random forest regression. Specifically, these chapters provide relevant insights into historical coal transitions, political economy patterns across countries, finance for coal plants, and future coal plant retirements. First, the dissertation reveals coal transitions that took place worldwide, most of which were driven by policymakers. Second, the political economy of coal is uncovered, which shows similar patterns across countries when looking at aspects such as actors, the progress of coal transitions, and the importance of governance. Third, while those countries where coal plants are build are decisive for the ongoing construction, financing countries seize the opportunity to also support their domestic industries in response to excess manufacturing capacity. Fourth, early retirement of coal plants could have high emissions-saving benefits, yet many countries find themselves locked into coal consumption. Unsurprisingly, the findings do not yield an easy answer to the guiding question raised above, but they allow me to distil three important points for the academic and political debate on effective coal transitions. First, timely coal transitions are required to stay below the Paris temperature targets, including an imminent halt to construction and the rapid retirement of operating units. The thesis finds that ongoing coal transitions take decades, and that the current construction of new units will increase difficulties to phase out coal in the future. Second, policymakers are key to foster and manage coal transitions. The former is required to reduce coal production and consumption, the latter to ease negative effects and increase acceptability. These policies can be implemented on the regional and national level of countries that currently construct and operate coal plants. Moreover, policymakers in financing countries and the international community can support coal transitions abroad. Third, transition strategies need to consider country-specific characteristics. Policies tailored to the political economy of a country are indispensable to coal transitions. Simultaneously, countries with similar characteristics can learn from each other. Cross-country policy learning for coal transitions can be supported by policymakers and researchers.en
dc.description.abstractDie Verbrennung von Kohle zur Stromerzeugung ist die größte Treibhausgasemissionsquelle der Energiesysteme. Um den Klimawandel einzudämmen, ist daher ein rascher Ausstieg aus der Kohleverstromung erforderlich. Die Abkehr von der Kohle ist jedoch mit zahlreichen Herausforderungen verbunden. Länder können eine Vielzahl von Gründen haben, in Kohle zu investieren, von denen viele mit Eigeninteressen mächtiger Akteur*innen zusammenhängen. Diese etablierten Akteur*innen können sich dem Kohleausstieg und den damit verbundenen Maßnahmen widersetzen. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Abkehr von der Kohleverstromung die Ungleichheiten zwischen Ländern, Regionen und Bevölkerungsgruppen verstärkt, was bekanntermaßen die öffentliche und politische Unterstützung schwächt. In dieser Dissertation untersuche ich die folgende kurze, aber komplexe Frage: "Wie können Länder effektiv aus der Kohle aussteigen?" In den fünf zentralen Kapiteln der Dissertation werden verschiedene Aspekte der politischen Ökonomie des Kohleausstiegs mit qualitativen und quantitativen Methoden analysiert. In Kapitel 2 wird eine systematische Karte historischer Kohleausstiege erstellt, um vergangene Transformationen und ihre Triebkräfte, Hindernisse und Ergebnisse zu ermitteln. In den nächsten drei Kapiteln wird die aktuelle Situation der Kohle analysiert, um Informationen über künftige Ausstiegsstrategien zu erhalten: Kapitel 3 wendet ‚Topic Modelling‘ auf Interviews an, um Ähnlichkeiten in Bezug auf den Einsatz von Kohle und die Gründe dafür in 12 Ländern herauszuarbeiten; Kapitel 4 nimmt die Philippinen anhand von Expert*inneninterviews genauer unter die Lupe, indem es relevante Akteur*innen bei Energieentscheidungen, ihre Ziele und Kontextfaktoren ermittelt; Kapitel 5 nimmt eine globale Perspektive ein und verfolgt die Finanzierungs- und Technologieströme für Kohlekraftwerke - von der Finanzierung bis zu den Empfänger*innen - anhand eines neuartigen Datensatzes und semi-strukturierter Interviews. Kapitel 6 wirft ein Licht auf zukünftige Kohleausstiege und versucht, die Schwierigkeiten der Länder bei der vorzeitigen Stilllegung von Kohlekraftwerken mithilfe einer ‚Random-Forest-Regression‘ vorherzusagen. Diese Kapitel bieten relevante Einblicke in historische Kohleausstiege, länderübergreifende politökonomische Muster, die Finanzierung und künftige Stilllegungen von Kohlekraftwerken. Erstens zeigt die Dissertation, dass Kohleausstiege weltweit stattgefunden haben, wobei die politischen Entscheidungsträger*innen die treibende Kraft waren. Zweitens wird die politische Ökonomie der Kohle aufgedeckt, die bei der Betrachtung von Aspekten wie den Akteur*innen, dem Fortschritt des Kohleausstiegs und der Bedeutung der politischen Lenkung länderübergreifend ähnliche Muster aufweist. Drittens: Während die Länder, in denen Kohlekraftwerke gebaut werden, ausschlaggebend für deren weiteren Bau sind, ergreifen die finanzierenden Länder die Gelegenheit, als Reaktion auf überschüssige Produktionskapazitäten ihre heimische Industrie zu unterstützen. Viertens könnte die frühzeitige Stilllegung von Kohlekraftwerken hohe Emissionseinsparungen mit sich bringen, doch viele Länder sind auf den Kohlekonsum angewiesen. Ich finde keine einfache Antwort auf die oben gestellte Leitfrage, aber möchte drei wichtige Punkte für die akademische und politische Debatte über einen effektiven Kohleausstieg hervorheben. Erstens ist ein schneller Kohleausstieg erforderlich, um die Pariser Temperaturziele nicht zu überschreiten, einschließlich eines baldigen Baustopps und der raschen Stilllegung laufender Kraftwerke. Der Ausstieg aus der Kohlekraft dauert Jahrzehnte und der derzeitige Bau neuer Blöcke wird den künftigen Ausstieg aus der Kohle noch schwieriger machen. Zweitens sind die politischen Entscheidungsträger*innen der Schlüssel zur Förderung und Steuerung des Kohleausstiegs. Erstere ist erforderlich, um die Kohleproduktion und den Verbrauch zu verringern, Letztere, um die negativen Auswirkungen zu mildern und die Akzeptanz für die Veränderungen zu erhöhen. Diese Maßnahmen können auf regionaler und nationaler Ebene in den Ländern umgesetzt werden, die momentan Kohlekraftwerke betreiben und bauen. Darüber hinaus können die politischen Entscheidungsträger*innen in den finanzierenden Ländern und die internationale Gemeinschaft den Kohleausstieg im Ausland unterstützen. Drittens müssen Strategien für einen Kohleausstieg die länderspezifischen Besonderheiten berücksichtigen. Auf die politische Ökonomie eines Landes zugeschnittene Maßnahmen sind unerlässlich. Zugleich können Länder mit ähnlichen Merkmalen voneinander lernen. Länderübergreifendes ‚policy learning‘ für den Kohleausstieg kann von politischen Entscheidungsträger*innen und Forschenden unterstützt werden.de
dc.description.sponsorshipBMBF, 01LA1826A, Ökonomie des Klimawandels - Verbundprojekt: Die politische Ökonomie eines globalen Kohleausstiegs (PEGASOS) - Teilprojekt 1: Koordination, Analyse der politischen Ökonomie vergangener Kohleausstiege
dc.identifier.urihttps://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/19396
dc.identifier.urihttps://doi.org/10.14279/depositonce-18192
dc.language.isoen
dc.relation.haspart10.14279/depositonce-15044
dc.relation.haspart10.14279/depositonce-18533
dc.relation.haspart10.14279/depositonce-18535
dc.rights.urihttp://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
dc.subject.ddc300 Sozialwissenschaften::330 Wirtschaft::333 Boden- und Energiewirtschaft
dc.subject.othercoal transitionsen
dc.subject.otherpolitical economyen
dc.subject.otherclimate policiesen
dc.subject.othercountry case studiesen
dc.subject.othercomputational analysesen
dc.subject.otherKohleausstiegde
dc.subject.otherpolitische Ökonomiede
dc.subject.otherKlimapolitikde
dc.subject.otherqualitative Länderstudiende
dc.subject.othercomputergestützte Methodende
dc.titleOn the political economy of coal transitions - a multimethod studyen
dc.title.translatedDie politische Ökonomie des Kohleausstiegs - eine multimethodische Studiede
dc.typeDoctoral Thesis
dc.type.versionacceptedVersion
dcterms.rightsHolder.referenceDeposit-Lizenz (Erstveröffentlichung)
tub.accessrights.dnbdomain
tub.affiliationFak. 6 Planen Bauen Umwelt::Inst. Landschaftsarchitektur und Umweltplanung::FG Ökonomie des Klimawandels
tub.publisher.universityorinstitutionTechnische Universität Berlin

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