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Datenbankauszug zum Kamerun Bestand der Ethnologischen Sammlung der Eberhard-Karls-Universität Tübingen vom 01.09.2021 - Arbeitsversion des Projektes Umgekehrte Sammlungsgeschichte (Savoy/Gouaffo)

Savoy, Bénédicte; Sprute, Sebastian

Die aus strukturell bisweilen sehr unterschiedlich aufgestellten Sammlungsdokumentationen (der Begriff bezeichnet alle zu einem Inventareinträge verfügbaren Informationen innerhalb einer Institution) entstammenden und von den Institutionen zum Teil auch in unterschiedlichen Datei-Formaten zur Verfügung gestellten Sammlungsdatensätze werden hier im standardisierten PDF-Format und in einer auf die für das Projekt zentralen Datenkategorien zugeschnittenen Art und Weise abgebildet. Die wiedergegebene Struktur der Datenkategorien orientiert sich dabei an einer kategorialen Unterteilung und Benennung, die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste entworfen wurde und beinhaltet die Datenkategorien: „Inventar_Nr.“, „Objektbezeichnung“, „Herkunft (geographisch)“, „Herkunft (ethnisch)“, „Zugangsdatum“, „SammlerIn/ VorbesitzerIn/ sonstige Provenienzangaben“ und „Präsenzstatus“. Die Daten konnten dabei nicht immer in identischer Weise aus den Sammlungsunterlagen in die standardisierte tabellarische Form überführt werden. Einerseits galt es datenschutzrechtliche Bestimmungen zu beachten, weshalb diverse Eintragungen von Personendaten unkenntlich gemacht wurden. Darüber hinaus ließ sich insbesondere die Angleichung der verschiedenen musealen Ordnungssysteme an die vorgesehene standardisierte Kategorisierung nicht deckungsgleich realisieren. Wenn eine bestimmte Kategorie von Daten im institutionsinternen Original eine andere Bezeichnung hatte, als in der standardisierten Fassung, wurde dies daher vermerkt. Es ist ebenfalls vermerkt, wenn Daten, die im Original in einer Rubrik vermischt waren (bspw. Zeit/Ort), nicht extra auf die respektive Datenkategorien in der Mustervorlage aufgeteilt wurden und sich stattdessen unverändert in einer der beiden Kategorien wiederfinden. Auf institutionsinterner Ebene fanden sich zudem in einigen Fällen sehr breite Kategorisierungen, bspw. 5 Datenkategorien zur geographischen Zuordnung, die hier ebenfalls nur in reduzierter auf das wesentlichste konzentrierter Form wiedergegeben werden konnten (wobei im Beispiel der geographischen Zuordnung nur die kleinteiligste geographische Datenkategorie, in diesem Falle „Ort“, übernommen wurde). Hinsichtlich der Problematiken im Umgang mit den Daten in den Sammlungsdokumentationen siehe auch den Beitrag „Chaos im Museum – Bestandsaufnahme und Wissensordnung“ von Sebastian-Manès Sprute in der Projektpublikation „Atlas der Abwesenheit. Kameruns Kulturerbe in Deutschland“. Abgesehen von Problemen der standardisierten Datenübertragung und Darstellung sowie datenschutzrechtlichen Einschränkung wurden die Daten jedoch in unveränderter Weise aus den Unterlagen der Institutionen übernommen. Die Daten sind insofern in vielerlei Hinsicht noch in einem Originalzustand und konnten nicht von allen Datengebern vor Weitergabe auf aktuelle ethische Vorgaben geprüft werden. Zeitgenössische Quellen aus der Kolonialzeit enthalten jedoch oft rassistische und diskriminierende Sprache, vor deren möglichem Vorkommen in den ungeprüften Datensätzen wir daher an dieser Stelle ausdrücklich warnen wollen! Trotz des Projektfokus auf sogenannte ‚Ethnographica‘ und des Aussortierens eines Großteils der sogenannten ‚Anthropologica‘, d.h. menschlichen Überresten aus den Bestandsübersichten, finden sich dort dennoch weiterhin entsprechende Einträge. Dies betrifft insbesondere mit Gegenständen kombinierte Körperteile von Menschen, die hier aufgrund des Projetfokus auf sogenannte ‚ethnographische‘ Sammlungsbestände, nicht herausgerechnet wurden. Daher auch in dieser Hinsicht an dieser Stelle eine ausdrückliche Warnung vor entsprechenden Inhalten der Datensätze! Unter den geschilderten Einschränkungen müssen die hier abgelegten Auszüge aus Inventaren und Objektdatenbanken nur als ein Ausschnitt einer umfangreicheren institutionsinternen Dokumentation verstanden werden. Gerade im Falle größerer und auf den Themenbereich spezialisierter Institutionen sind oft noch weiterführende Informationen zu Angaben in den einzelnen Datenkategorien vorhanden und können bei Bedarf von den Institutionen bereitgestellt werden. Jeder Auszug ist auch aus diesem Grund mit einem kurzen Titelblatt versehen, das neben dem Namen und Basisdaten zur Institution und der Größe des identifizierten Kamerun Bestandes auch das Datum des Abrufes der Datensätze durch das Projekt verzeichnet und auch Webseitenlinks zu aktuellen Provenienzforschungsprojekten und Online zur Verfügung gestellte Zugänge zu Sammlungsdaten der jeweiligen Institutionen verweist. Für weitergehende Informationen und Fragen zu Datenerfassung und Methodologie wenden Sie sich bitte an Dr. Sebastian-Manès Sprute unter der Emailadresse: sprute@tu-berlin.de.