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„weil ich als Judengegner I. Ranges bekannt war“

Scholl, Stefan; Technische Universität Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung

Zentrum für Antisemitismusforschung

Der Beitrag geht der Frage nach, auf welche Weise sich ‚gewöhnliche Menschen‘ während des Nationalsozialismus antisemitische Diskurselemente aneigneten, sprachlich realisierten und damit ko-konstituierten. Hierzu werden Beschwerde- und Bittschreiben ausgewertet, die Angehörige der nicht-jüdischen integrierten Mehrheitsgesellschaft an staatliche Behörden und Parteiinstanzen richteten. Ausgehend von der These, dass die Verwendung antisemitischer Diskurselemente für die Schreibenden ein wichtiges Mittel war, um Übereinstimmung mit nationalsozialistischen Ideen zu signalisieren und die eigene Zugehörigkeit zur ‚Volksgemeinschaft‘ zu bekunden, arbeitet der Beitrag zentrale Realisierungen antisemitischer Diskurselemente heraus, die sich in Eingaben während des Nationalsozialismus finden lassen.