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MODUS-COVID Bericht vom 24.10.2022

Müller, Sebastian Alexander; Charlton, William; Paltra, Sydney; Rakow, Christian; Rehmann, Jakob; Conrad, Tim; Schütte, Christof; Nagel, Kai

FG Verkehrssystemplanung und Verkehrstelematik

In diesem Bericht beschäftigen wir uns mit einem Szenario, welches zwar nicht unmittelbar zu erwarten ist, welches aber auch nicht ausgeschlossen werden kann: Eine Virusmutation, die die regelmäßig auftretenden Immunfluchtsprünge der Omikron-Varianten mit einer erhöhten, aber bereits vorgekommenen Krankheitsschwere kombiniert. Dies entspricht in etwa dem “eher ungünstigen” Szenario 3 aus unseren vorherigen Berichten sowie (Berndt et al., 2022). Über die vorherigen Berichte sowie (Berndt et al., 2022) hinausgehend, beschreiben wir, wie (a) ein solches Szenario frühzeitig detektiert werden kann und (b) welche Gegenmaßnahmen zu welchem Zeitpunkt eingeführt werden müssten. Konkret gehen wir davon aus, dass bei der ersten Feststellung einer solchen Situation zunächst die Maßnahmen nach Paragraph 28b des Infektionsschutzgesetzes ausgeschöpft werden (Stufe 1). Bei einer Hospitalisierungsinzidenz von 15 verbunden mit weiterhin hoher Dynamik folgt dann eine Stufe 2, mit der die Belastung der Krankenhäuser begrenzt werden soll. Die Kombination folgender Maßnahmen führt in dieser Stufe 2 laut Simulation zum Erfolg: 1. Bereich Arbeit: Erhöhung der Homeofficequote auf 50% sowie Einführung einer FFP2-Maskenpflicht im Bereich Arbeit in Innenräumen, sobald sich mehr als eine Person im Raum befindet. 2. Bereich öffentliche Freizeit: Reduktion von Freizeitaktivitäten im öffentlichen Raum um 50%, etwa Restaurantbesuche oder Veranstaltungen. 3. Bereich private Freizeit: Reduktion von Freizeitaktivitäten im privaten Raum um 50%, etwa private Besuche oder private Feiern. Die Bildungseinrichtungen werden dabei, entsprechend dem aktuellen politischen und gesellschaftlichen Willen, über die im IfSG genannten Maßnahmen hinaus nicht einbezogen. Allerdings ist aufgrund der bisher gemachten Erfahrungen fraglich, ob die Reduktionen entsprechend Punkt 3 erreichbar sind. In diesem Fall wäre zusätzlich ein Wechsel auf FFP2-Maskenpflicht im Bildungsbereich sowie Hybrid-/Wechselunterricht nötig, um das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bekommen.