Thumbnail Image

Dauerhafte Staudenpflanzungen von Landes- und Bundesgartenschauen

Kuptz, Daniela

Diese Arbeit widmet sich erhaltenen Staudenpflanzungen von Gartenschauen in ihrer Entwicklung nach dem Event. Diese Schaupflanzungen sind oft nur als temporäre Anlage geplant, werden aber dennoch länger erhalten. Es wurde untersucht, wie solche Schaupflanzungen bestmöglich in ein langfristiges kommunales Grünkonzept integriert werden können, um künftig mehr solcher einmaliger Pflanzungen zu sichern. Denn Stauden sind für die Landschaftsarchitektur eine wertvolle Pflanzengruppe, um die pflanzliche Vielfalt darzustellen und Freiräume lebendig zu gestalten. Ihre Winterhärte prädestiniert sie zu einer mehrjährigen Verwendung. Schaupflanzungen von Gartenschauen sind hingegen oft nur auf das Durchführungsjahr konzipiert. Ihr längerer Erhalt stellt die Kommunen oft vor Schwierigkeiten. Wie kann also dieser Prozess der weiterführenden Staudenpflege gelingen? Anhand von zehn Beispielpflanzungen aus vergangenen Gartenschauen werden in dieser Arbeit die Pflegeleistungen und der jeweilige Zustand der Pflanzungen untersucht und analysiert. Neben der Art der Arbeiten an den Pflanzen ist aber auch das Personal von besonderer Wichtigkeit, weil Wissen und Motivation zu einer gelingenden Staudenpflege führen. Standardisierte Interviews mit Pflegekräften liefern wertvolle Informationen zu den Hintergründen ihrer Arbeit. Weiterführend stellt sich die Frage, welchen Einfluss der planende Landschaftsarchitekt auf die Dauerhaftigkeit der Pflanzungen hat. Dazu wurden die originalen Pflanzpläne mit den heutigen Anlagen verglichen. Diese Feldmethode erlaubt direkte Rückschlüsse auf die Entwicklung der Pflanzenauswahl und der Pflanzmuster zu erfassen. Neben der Betrachtung aktueller Beispiele kann die geschichtliche Darstellung der Staudenverwendung auf Gartenschauen durch eine Fülle an Präsentationsmöglichkeiten den Berufsstand der Landschaftsarchitekten bis heute inspirieren. Es lässt sich feststellen, dass durch Gartenschauen besondere und neue Staudenpflanzungen kreiert wurden. Damit bieten Gartenschauen ein Versuchsfeld für Staudenpflanzungen auch über die Dauer des Events hinaus. Dabei können bürgerliche Initiativen eine tragende Säule der Staudenpflege sein. Ihr Engagement lässt sich für künftige Schauen durch den Demografiewandel vermehrt nutzen. Voraussetzung dazu sind klar formulierte Pflegeziele, die die Landschaftsarchitekten als Pflanzplaner bereits in der Planung festschreiben. Pflegehandbücher können dann den Ausführenden hilfreiche Informationen über die weitere Entwicklung der Pflanzungen geben. Ein weiteres Ergebnis dieser Arbeit ist die Bedeutung der Theorien der Lebensbereiche und der Strategietypen, die, in Kombination angewandt, zum dauerhaften Erhalt von Staudenpflanzungen führen. Diese Arbeit leistet einen anwendungsorientierten Beitrag für eine vielfältige Pflanzenverwendung in der Landschaftsarchitektur. Werden diese herausgestellten Potenziale stärker miteinander verknüpft, lassen sich künftig mehr hochwertige dauerhafte Staudenpflanzungen in städtischen Grünanlagen schaffen und erhalten. Dazu müssen gezielte Planung, integrierter Pflegekonzepte und persönliches und bürgerliches Engagement stärker aufeinander aufbauen.
This thesis describes and analyses durable perennial garden show displays and their evolution after the event. These show displays are often planned as a temporary installation, but are often maintained long afterwards. This work investigates how such show displays can best be integrated into a long-term communal green concept in order to secure further such displays in the future. Perennials are a valuable group of plants in the field of landscape architecture and contribute heavily to plant diversity and the design of vivid/dynamic open spaces. Their winter hardiness predestines them for use over several years. Garden show displays on the other hand, are often intended to last only for the length of the year in which the show is held. Their longer preservation often poses difficulties for the communities and raises the question: “How can a long-term process of continuative/subsequent perennial care be successfully achieved?” Based on ten examplary displays selected from former garden shows, this thesis aims to examine and analyse the maintenance services and the respective condition of the plants. Not only the type of plant maintenance is of importance, but also the staff with their knowledge and motivation leads to a successful care of the perennials. Standardised interviews with maintenance staff provide valuable information on the background of their work. The question arises as to what influence the planning landscape architect has on the durability of the plantations. For this purpose, the original planting plans are compared with today's facilities. This field method allows direct conclusions to be drawn about the development of plant selection and plant patterns. In addition to the consideration of current examples, the historical aspect of the use of perennials at garden shows can still inspire the profession of landscape architectures to this day due to the abundance of presentation possibilities. It can be shown that special and new perennial displays have been created in garden shows. Garden shows thus offer a testing ground for perennial displays beyond the duration of the event. In this context, civic initiatives can be a supporting pillar of perennial care/maintenance. Their commitment can be increasingly used for future shows due to demographic change. This requires explicit care objectives defined by landscape architects as planting planners during the planning phase. Maintenance manuals can then provide planners with helpful information on the further development of the displays This thesis provides an application-oriented contribution to a diverse use of plants in landscape architecture. If these identified potentials are linked more closely, it will be possible in future to create and maintain more high-quality permanent perennial displays in urban green areas. Therefore well-directed planning, integrated maintenance concepts and personal and civic commitment must build strongly on one another.