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KomPAS - Entwicklungsperspektiven für das Gewerbe in der Wilmersdorfer Straße

Suwala, Lech; Pfeil, Nina; Lange, Max; Pfeiffer, Linus

FG Stadt- und Regionalökonomie

Die Wilmersdorfer Straße ist eine zentrale, historisch gewachsene Geschäfts- und Einkaufsstraße des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf in Berlin und gemäß des städtischen und bezirklichen Zentren- und Einzelhandelskonzepts sowie der Abgrenzung unseres Untersuchungsraums Teil von zwei Zentrumsbereichskernen der City-West. Darüber hinaus erfüllt die Wilmersdorfer Straße als Teil der an sie grenzenden Kieze mannigfaltige sozio-kulturelle Funktionen als gesellschaftlicher Treffpunkt, Flaniermeile und Nachbarschaftszentrum. Vor diesem Hintergrund war es Ziel der vorliegenden Studie, eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit nachhaltigen gewerblichen Zukunftsperspektiven im Projektgebiet „Wilmersdorfer Straße“ vorzunehmen. Das Vorhaben unterstützt die Arbeit des gegenwärtig operierenden Standortmanagements und ergänzt dessen Bemühungen um eine strategische Perspektive. Diese strategische Perspektive steckt einen Orientierungsrahmen ab, der auf einem sekundärstatistischen Profil der Geschäftsstraße fußt (Kap.2), diese Einordnung durch eine lückenlose Bestandsaufnahme und Kartierung der gewerblichen Erdgeschosseinheiten auf eine solide Basis stellt (Kap.3) und mittels einer Stakeholderbefragung und des darauf aufbauenden Stimmungsbildes (Kap.4) zu Handlungsempfehlungen in den Bereichen Angebotsspektrum / Nutzungsmischung und Steuerungsoptionen, Leerstand sowie Kommunikation und Vernetzung mit Verweis auf die unterschiedliche Lage entlang der Geschäftsstraße, Branchenstruktur, Betriebsformen und Maßnahmen kommt (Kap.5). Das Ganze wäre an sich nichts Neues - würden wir uns nicht in Zeiten multipler Krisen befinden. Zum einen gibt es langfristige Trends wie den stetig an Bedeutung gewinnenden Online-Handel oder wie die Ausschöpfung der Kapazitäten bei stationären Einzelhandelsflächen. Mit den Kontaktbeschränkungen der COVID-19-Pandemie, dem daraus resultierenden erheblichen Rückgang der Passantenfrequenz im Gegensatz zum Vorkrisenniveau und dem Inflationsgeschehen der letzten Monate sind zwei kurzfristige Schocks hinzugekommen. All diese Entwicklungen machen dem stationären Einzelhandel zu schaffen und bedürfen neuartigen Lösungen.