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German public utilities: organisation and productivity

Stiel, Caroline

Inst. Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht (IVWR)

Since 1998, public firms have had to adapt to a market environment that is very different from the post-war era in Europe. The liberalisation of services of general economic interest across Europe led to competition between public and private providers, while new technologies require infrastructure investment and innovative solutions. In addition, urbanisation and population ageing pose new challenges for local public service provision. Focusing on German energy and water utilities, the dissertation empirically analyses total factor productivity and the cost structure of contemporary public firms for the period 2003 to 2014 based on a structural production framework. First, we evaluate the performance of public firms under competition, estimating firm-level productivity in the electricity retail sector. Second, we study public utilities' internal organisation, analysing the productivity effect of three new public management strategies: corporatisation, partial privatisation, and outsourcing of business activities. Finally, we examine regional disparities in the productivity and costs of public water supply resulting from demographic changes. The empirical analysis uses official microdata on German utilities.
Das Marktumfeld, in dem öffentliche Unternehmen in Europa agieren, hat sich seit der Nachkriegszeit stark verändert. Die europaweite Liberalisierung von Dienstleistungen allgemeinen wirtschaftlichen Interesses im Jahr 1998 hat zu Wettbewerb zwischen öffentlichen und privaten Anbietern geführt, und neue Technologien erfordern Infrastrukturinvestitionen und innovative Lösungen. Darüber hinaus ergeben sich für die lokale Daseinsvorsorge neue Herausforderungen aus der Landflucht und der Alterung der Bevölkerung. Die Arbeit konzentriert sich auf deutsche Energie- und Wasserversorgungsunternehmen und analysiert empirisch die Gesamtfaktorproduktivität und die Kostenstruktur für den Zeitraum 2003 bis 2014 auf der Grundlage eines strukturökonometrischen Modells. Zunächst wird die Leistung öffentlicher Versorgungsunternehmen im Wettbewerbsumfeld untersucht, wofür die Unternehmensproduktivität im Stromeinzelhandel geschätzt wird. Zweitens wird die Organisationsstruktur öffentlicher Versorgungsunternehmen analysiert und die Auswirkungen von drei Strategien des New Public Managements auf die Unternehmensproduktivität untersucht: formale Privatisierung, Teilprivatisierung und die Auslagerung von Geschäftsaktivitäten. Abschließend werden regionale Disparitäten in der Produktivität und den Kosten der öffentlichen Wasserversorgung untersucht, die sich aus demografischen Veränderungen ergeben. Die empirische Analyse verwendet amtliche Mikrodaten zu deutschen Versorgungsunternehmen für den Zeitraum 2003 bis 2014.