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Wastewater Reuse and Management in the Middle East and North Africa

A case study of Jordan

Ghneim, Azmi

Die MENA (Mittlerer Osten und Nordafrika) ist das trockenste Gebiet der Welt. Die nutzbaren Wasserressourcen gehen zurück, während die Nachfrage - auf Grund eines raschen Bevölkerungswachstums – steigt. Bewässerte Ackerflächen verbrauchen die größte Menge der Wasserressourcen als ein Ergebnis fortwährender Nachfrage für die Nahrungsproduktion. Ein großes Potential diese steigende Nachfrage zu befriedigen, besteht darin, kommunales Abwasser in der Landwirtschaft wiederzuverwenden. Die Wiederverwendung aufbereiteten Abwassers in der Landwirtschaft führt zu zusätzlichen Wassermengen für die Bewässerung and gibt gleichzeitig Frischwasser frei, das wieder in den öffentlichen Wassersektor eingeleitet werden kann, wo höhere Wasserqualität benötigt wird. Zur Zeit wird in einigen MENA Ländern bereits aufbereitetes Abwasser genutzt. Trotzdem sind diese Mengen im Vergleich zu aufbereiteten Abwässern noch sehr gering. Die wichtigste These dieser Dissertation besteht darin, anzunehmen, dass die Ausweitung des Konflikts über Frischwasser zwischen den verschiedenen Wassersektoren zu vermehrter Wiederverwendung von Abwasser in der Landwirtschaft führen kann. Darüber hinaus hat die mangelnde Wiederverwendung von Abwasser weniger mit teuren Behandlungskosten als viel mehr mit dem Fehlen von geeigneten Wasserpolitiken und angemessenen institutionellen Rahmenbedingungen zu tun. Die Zielsetzung dieser Dissertation ist die Analyse von Politiken, rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Komponenten der Wiederverwendung von Abwasser in der Landwirtschaft. Ein systematischer Ansatz wurde gewählt, um die existierenden organisatorischen Strukturen sowie die Rollen und Verantwortlichkeiten der unterschiedlichen Akteure bei der Wiederverwendung von Abwasser zu identifizieren. Die Analyse wird durch die Fallstudie „Jordanien“ vertieft. Als Grundlage dient in dieser Dissertation die ausführliche Durchsicht der zugänglichen Literatur, die Richtliniendokumente und Gesetze über die Wiederverwendung von Abwasser in Jordanien.
The MENA (Middle East and North Africa) region is the driest in the world. Water resources are deteriorating while demand for water is increasing due to the rapid population growth. Irrigated agriculture consumes the largest volume of water resources as a result of continuous demand for food production. A huge potential for satisfying this increasing demand exists in the reuse of municipal wastewater in agriculture. The reuse of treated wastewater in agriculture will provide supplement water quantities for irrigation and will free amounts of freshwater to be reallocated within the municipal water sector, where higher water quality is required. Currently, some wastewater quantities in the MENA countries are already reused. However, the amounts of wastewater reused in comparison to collected and treated wastewater are still low. The main assumptions of this dissertation are that the extent of conflict over freshwater resources between the different water sectors can foster wastewater reuse in agriculture. In addition, the insufficiency associated with wastewater reuse has less to do with the expensive treatment processes rather than with the lack of appropriate water policies and the enabling institutional setting. The dissertation’s main objective is the analysis of policies, legal and institutional settings and the components of wastewater reuse in agriculture. A systematic approach was used to identify existing organizational structures; roles and responsibilities of different actors involved in wastewater reuse. The in-depth-analysis is presented through the case study of Jordan. For evidence, the dissertation focuses on an extensive review of the literature available and policy documents and laws on wastewater reuse in Jordan.
Published by Universitätsverlag der TU Berlin, ISBN 978-3-7983-2267-7
  • Zugleich gedruckt erschienen im Universitätsverlag der TU Berlin unter der ISBN 978-3-7983-2268-4.