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Die Rolle von 3D-Modellen im Wertschöpfungsprozess von physischen und virtuellen Konsumgütern

Korbel, Jakob J.; Zarnekow, Rüdiger

Die Rolle von 3D-Modellen hat sich für Unternehmen, die sich auf die Wertschöpfung im Bereich der physischen und virtuellen Konsumgüter konzentrieren, in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Für herstellende und Handelsunternehmen stellen virtuelle Produkte heute für die Entwicklung und den Vertrieb von physischen Gütern ein essenzielles Medium dar, wobei vermehrt auf virtuelle Umgebungen basierend auf Augmented und Virtual Reality zurückgegriffen wird. Eine Vielzahl an Spieleentwicklern hingegen generiert einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmen nicht mehr durch den Vertrieb ihrer Software, sondern den Verkauf von virtuellen Gütern in ihren Spieleumgebungen. Ziel der Studie ist es, basierend auf einer Literaturanalyse, die Rolle von 3D-Modellen in den Wertschöpfungsprozessen beider Domänen zu beschreiben sowie die durch die beschriebenen Trends entstandenen Ähnlichkeiten und Unterschiede in den Prozessen zu identifizieren, die Möglichkeiten zur Kooperation und dem Austausch von Wissen bieten. Die Ergebnisse implizieren, dass durch den Einsatz von 3D-Modellen über den gesamten Wertschöpfungsprozess neue 3D-Modell-Arten entstanden sind, die mit ihren jeweiligen Abhängigkeiten in einem Wertschöpfungsprozessmodell festgehalten sind. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass nicht-funktionale Attribute von 3D-Modellen von zunehmender Bedeutung sind, die Nutzer eine tragende Rolle in den Wertschöpfungsprozessen spielen und sich Möglichkeiten zur Kooperation hinsichtlich der Erstellung von Augmented und Virtual Reality Umgebungen, der Produktion voneinander abhängiger Güter und dem Austausch von 3D-Modellen basierend auf virtuellen Assets ergeben.
The role of 3D models has changed significantly in recent years for companies focused on physical and virtual consumer goods. For manufacturing and retail firms, the use of virtual products and technologies such as augmented and virtual reality are essential for the development and distribution of physical goods. Many game developers, on the other hand, no longer generate the significant part of their revenues through the distribution of their software, but through the sale of virtual goods in their game environments. Based on a literature analysis, the aim of the study is to describe the role of 3D models in the value creation processes of both domains and to identify similarities and differences in the processes which offer opportunities for cooperation and the exchange of knowledge. The results imply that the use of 3D models across the value creation process has created new 3D model types that are described with their respective dependencies in a value creation process model. Furthermore, the results show that non-functional attributes of 3D models are of increasing importance, as are the users for the value creation processes. Opportunities for cooperation arise with regard to the creation of augmented and virtual reality environments, the production of interdependent goods and the exchange of 3D models based on virtual assets.
Published in: HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik, 10.1365/s40702-021-00816-x, Springer Nature