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Shareholder-Aktivismus durch Hedge Fonds. Empirische Untersuchung für Deutschland

Stadler, Maximilian

Shareholder-Aktivismus durch Hedge Fonds liegt vor, wenn Hedge Fonds durch Kommunikation mit dem Management oder Druck auf das Management versuchen, auf die Strategie eines Unternehmens einzuwirken. Das Auftreten von Aktivismus wird durch Interessenkonflikte zwischen Anteilseignern und Management ausgelöst, welche durch die Trennung von Eigentum und Kontrolle entstehen. Die Bedeutung und der Einfluss von Hedge Fonds-Aktivismus hat seit 2005 in Deutschland stark zugenommen und hält trotz der Turbulenzen am Finanzmarkt weiter an. Die bisherigen Arbeiten zum Hedge Fonds-Aktivismus bezogen sich hauptsächlich auf die USA. Das dortige Corporate Governance-Umfeld unterscheidet sich insbesondere bezüglich der Eigentümerstruktur deutlich vom Deutschen Corporate Governance- Umfeld, welches beispielhaft für andere kontinentaleuropäische Länder ist. Unter anderem wurde vermutet, dass sich das Vorhandensein von Familiengroßaktionären negativ auf den Erfolg von Hedge Fonds-Aktivismus auswirkt. Zur Eingrenzung des Untersuchungsgebietes wurde zunächst ein ausführlicher Literaturüberblick zum Hedge Fonds-Aktivismus gegeben. Es folgte eine Eventstudie mit 133 deutschen Hedge Fonds-Events, die zwischen Januar 2000 und April 2008 stattfanden. Die Auswirkungen des Hedge Fonds-Aktivismus wurden sowohl kurz- als auch langfristig empirisch untersucht. Zur Treiberanalyse wurde auf Multiple Regressionen zurückgegriffen. Es konnten kurzfristige abnormale Renditen gemessen werden, die nicht langfristig Bestand hatten. Zudem wurden die Annahmen zum Einfluss von Familiengroßaktionären bestätigt. Und es wurde gemessen, dass Hedge Fonds-Aktivismus insbesondere bei einem angestrebten Verkauf von Unternehmensteilen erfolgreich ist. Die Arbeit liefert einen Beitrag zur Literatur, indem Sie die Untersuchungen zum Hedge Fonds-Aktivismus auf ein Land mit konzentriertem Anteilsbesitz ausweitet.
Shareholder activism by hedge funds occurs, if hedge funds try to influence the strategy of a corporation by communicating with the management or putting pressure on it. The appearance of hedge fund activism is caused by a conflict of interest between management and shareholders, which originate from the separation of ownership and control. Since 2005, the importance and the influence of hedge fund activism in Germany grew steadily and still prevail despite the turbulence on the financial markets. Until now, the research for shareholder activism by hedge funds mainly refers to the USA. The corporate governance system in the USA differs especially concerning the ownership structure from the German system, which is exemplary for other continental European countries. I hypothesize amongst other things that the existence of a major family shareholder with a blocking minority has a negative influence on the success of hedge fund activism. To define the scope of the study I conducted a detailed literature review about hedge fund activism. The event study has 133 German hedge fund events, which took place between January 2000 and April 2008. I measured the impact of hedge fund activism short-term and long-term. To detect the underlying drivers of the success of hedge fund activism I used multiple regressions. I found that hedge fund activism shows significant positive abnormal returns shortterm, which do not hold long-term. Furthermore, the assumptions concerning the influence of major family shareholders were supported. Moreover, it could be measured that hedge fund activism is especially successful if it tries to force the company to sell assets. The study contributes to the literature as it analyzes hedge fund activism in a country with a concentrated ownership structure.