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Soziale und ökologische Freiraumqualitäten suburbaner Gewerbegebiete

Eine Analyse des Ist-Zustandes sowie planungs- bzw. umweltrechtlicher Instrumente zur Optimierung der Freiraumqualitäten

Dose, Mark

Aufgrund der ökonomischen Vorteile, die suburbane Standorte für gewerbliche Investoren bieten (vor allem niedrige Bodenpreise, oftmals gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur), werden Gewerbegebiete zunehmend im Umland der Städte erschlossen, wo sie in der Regel zu einer erheblichen Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und der Naturhaushaltsfunktionen führen. Für die Entwicklung suburbaner Gewerbegebiete sollten daher zukünftig verstärkt Lösungsansätze entwickelt werden, die auf eine Verbesserung der sozialen und ökologischen und damit indirekt auch ökonomischen Freiraumfunktionen im Bereich der neu ausgewiesenen Flächen zielen. Vor diesem Hintergrund wird mit Methoden der Landschaftsplanung und anhand ausgewählter Untersuchungsgebiete im Umland Berlins zunächst analysiert, inwieweit bei der Entwicklung suburbaner Gewerbegebiete bestimmte soziale und ökologische Freiraumqualitäten berücksichtigt werden. Wie diese Gebietsanalyse zeigt, weisen Gewerbestandorte im suburbanen Raum zumeist ein hohes Optimierungspotential sowohl hinsichtlich des landschaftlichen Erholungswertes (als qualitativer Aspekt des allgemeinen Arbeitsumfeldes) als auch bezüglich der abiotischen und biotischen Naturhaushaltsfunktionen der Freiräume auf (bioklimatische Ausgleichsfunktion, Wasserhaushaltsfunktion des Bodens, biologische Vielfalt). Aufbauend auf den Erkenntnissen der Gebietsanalyse wird im zweiten Teil der Arbeit untersucht, inwieweit folgende planungs- bzw. umweltrechtliche Instrumente genutzt werden, um suburbane Gewerbegebiete ausreichend im Hinblick auf soziale und ökologische Freiraumfunktionen zu qualifizieren: Grünordnungsplanung und naturschutzrechtliche Eingriffsregelung im Rahmen der Bebauungsplanung, rechtliche Möglichkeiten zur Förderung dezentraler Niederschlagswasserbewirtschaftung, Instrumente des betrieblichen Umweltmanagements (EMAS bzw. EN ISO 14001). Hierzu werden in den Großräumen Berlin und Hamburg Experten aus der Praxis befragt und die Umwelterklärungen ausgewählter Unternehmen untersucht. Aus den Ergebnissen dieser Analysen werden abschließend einige allgemeine Planungsziele und praktische Handlungsempfehlungen zur optimierten Anwendung der betrachteten rechtlichen Instrumente im Rahmen von Gewerbegebietsentwicklungen abgeleitet. Die Empfehlungen richten sich an die kommunalen Planungsträger (Gemeinden), Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Wirtschaftsverbände (z.B. Industrie- und Handelskammern) und Unternehmen.