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On the threshold of beauty

Philips and the origins of electronic music in the Netherlands, 1925–1965

Kees, Tazelaar

From the outset, Dutch electronic music has found itself in between the two principal European trends in this field, namely the French musique concrète introduced at the French Radio in 1948, and the German elektronische Musik which emerged from 1951 onwards at the Cologne broadcast station. Although electronic music had incidentally been made in Dutch radio studios since 1952, this was not yet in the context of a purpose-built studio as was the case in Germany and France. The first real Dutch studio for electronic music was created only in 1956, and then not by a broadcasting company but, remarkably enough, by the acoustics department of Philips Research Laboratories. Although electronic music played no more than a marginal role in the corporate history of Philips, the present research reveals, conversely, that Philips has been of great significance for the genesis of Dutch electronic music. The presentation of the research in this volume comprises three chapters. The first describes the development of diverse aspects of electroacoustics at Philips Research Laboratories from 1925 onwards, and the electronic music which thus arose. The second chapter addresses the production and performance of the electronic music for the Philips Pavilion in the 1958 World’s Fair in Brussels. The final chapter deals with initiatives from organizations and composers which led, parallel with and in succession to the electronic music from Philips, to permanent studios for electronic music and the educational programs connected with them.
In den Niederlanden sah sich die elektronische Musik von Anfang zwischen den beiden wichtigsten europäischen Strömungen auf diesem Gebiet, nämlich der französischen musique concrète, seit 1948 am französischen Rundfunk entwickelt, und der deutschen elektronischen Musik, die ab 1951 am Rundfunk in Köln entstand. Obwohl seit 1952 auch in niederländischen Rundfunkstudios gelegentlich schon elektronische Klänge hergestellt worden waren, gab es dennoch kein spezialisiertes Studio wie in Frankreich oder Deutschland. Das erste echte Studio für elektronische Musik wurde in den Niederlanden erst 1956 eingerichtet, aber nicht von einer Rundfunkgesellschaft, sondern bemerkenswerterweise in der Akustik-Abteilung der Forschungslaboratorien von Philips. Obwohl elektronische Musik nicht mehr als eine Nebenrolle in der Firmengeschichte von Philips gespielt hat, enthüllt die vorliegende Studie, dass – ganz im Gegenteil – Philips für die Entwicklung der elektronischen Musik in den Niederlanden eine bedeutende Rolle gespielt hat. Der vorliegende Forschungsbericht besteht aus drei Kapiteln. Das erste rekapituliert die verschiedenen Aspekte der Elektroakustik in den Forschungslaboratorien von Philips seit 1925, aus denen die elektronische Musik entstand. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit Produktion und Aufführung der elektronischen Musik für den Philips-Pavillon während der Weltausstellung in Brüssel 1958. Das Schlusskapitel beschreibt Initiativen von Organisationen und Komponisten, die schließlich – parallel zur und in der Nachfolge der elektronischen Musik bei Philips – zu ständigen Studios für elektronische Musik und den von ihnen angebotenen Studiengängen geführt haben.