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Modeling with the unobserved / unobservable

Bahamonde Birke, Francisco José

Inst. Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht (IVWR)

Hybride Auswahlmodelle mit latenten Variablen zielen darauf ab, immaterielle Attribute der Individuen und der Alternativen, wie z.B. Einstellungen, Wahrnehmungen usw. zu erfassen und dadurch die Vorhersagefähigkeit und den Realismus von diskreten Auswahlmodellen zu erhöhen. Obwohl deren Grundlagen bekannt und etabliert sind, wurden einige technische und theoretische Aspekte noch nicht umfassend untersucht; dies hat zu Kontroversen in der Literatur geführt. Diese Dissertation zielt darauf ab, einige dieser noch unklaren Aspekte zu identifizieren und ausführlich zu analysieren. Dadurch sollten klare Erkenntnisse bezüglich der Modellierung mit latenten Variablen gewonnen und neue methodologische Werkzeuge für angewandte Forscher bereitgestellt werden. Zunächst wird die Eignung der sequentiellen Schätzung von hybriden Auswahlmodellen diskutiert und es werden Bedingungen zur ihrer Nutzung als second-best-Ansatz abgeleitet. Dazu werden die Unterschiede in der Wirkung zwischen der Darstellung von Einstellungen und Wahrnehmungen durch latente Variablen analysiert. Es kann festgestellt werden, dass die Ersten Ähnlichkeiten mit sozioökonomischen Eigenschaften aufweisen, während die Zweiten den Attributen der Alternativen ähneln. Daher ist es empfehlenswert, systematische Geschmacksvariationen sowie Kategorisierungen zu betrachten. In diesem Sinne wird die Kategorisierung der latenten Variablen untersucht und ein neuer Ansatz zu ihrer Einbeziehung in das Modell vorgeschlagen. Aufgrund theoretischer als auch statistischer Vorteile ist dieser Ansatz den bislang existierenden Alternativen überlegen. Die Hypothese der Stetigkeit von Wahrnehmungs- und Einstellungsindikatoren sowie deren Auswirkungen wird analysiert. Es wird festgestellt, dass bei fehlender Berücksichtigung ihrer diskreten Art verzerrte Ergebnisse auftreten, insbesondere wenn die latenten Variablen eine hohe Variabilität aufweisen. Ferner werden neue methodologische Ansätze vorgeschlagen, um fehlende Einkommensangaben der Befragten zu betrachten bzw. um die Korrelation zwischen Präferenzen des gleichen Individuums in unabhängigen Wahlsituationen anzugehen.
Hybrid choice models with latent variables aim to capture unobserved attributes of the individuals and the alternatives, such as attitudes, perceptions, etc., increasing the predictive capability and realism of discrete choice models. Even though, their fundaments are fairly well-established, some technical and theoretical issues have not been extensively analyzed, leading to controversies in the literature. This doctoral dissertation aims to identify and analyze some of these methodological issues, offering an in-depth discussion and clear insights on the way these issues should be treated, providing new methodological tools to help applied researchers to successfully develop their own models. First, the suitability of the sequential estimation of hybrid choice models is discussed, deriving conditions under which sequential estimation is a suitable second-best. The differences between latent constructs representing attitudes and perceptions are established with respect to how the former resemble socio-economic variables, while the latter depict attributes of the alternatives. Hence, considering systematic taste variations as well as categorizations may be advisable, when addressing perceptions and other similar constructs. Along these lines, a new approach to categorize latent variables that exhibits theoretical advantages as well as a better treatment of the error term than existing alternatives is proposed. The hypothesis of continuity of perceptual and attitudinal indicators as well as their implications is also analyzed, establishing that neglecting their nature leads to biased results and that the magnitude of this bias depends on the variability induced into the discrete choice component. Further, new methodological approaches are proposed to address missing income information and the correlation among the preferences of a given individual in independent choice situations. Both methods are tested in the context of preferences for electromobility.