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Jenseits des "monolingual bias"

Hunter, Amy

Inst. Sprache und Kommunikation

Warum gibt es so wenig "vollkommen zweisprachige" Menschen? Die Suche nach einer zeitgemäßen und adäquaten Konzeptualisierung von Zwei- bzw. Mehrsprachigkeit bleibt für die Sprachwissenschaft eine wichtige Herausforderung. Diese Studie untersucht autobiographische Beschreibungen mehrsprachiger Repertoires und geht dabei der Frage nach, wie die Linguistik ihr langjähriges "monolingual bias" überwinden kann, welches die Erforschung plurilingualer Kompetenzen seit langem erschwert. Jenseits von Mythen, Defizitorientierung und idealisierten Erwartungen werden 12 individuelle Sprachbiographien daraufhin analysiert, wie mehrsprachige Menschen ihre verschiedenen Fertigkeiten in ihren diversen Sprachen beschreiben. Gemeinsame Grundzüge der Repertoires werden identifiziert, sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten der gefundenen Erkenntnisse, z.B. in Schulprojekten, erörtert.
Why are there so few perfectly "balanced bilinguals"? Finding adequate ways of conceptualising bi- and multilingualism remains an important contemporary challenge to the field of linguistics. This study looks at real-life descriptions of multilingual repertoires and asks how the field can start to overcome its long-standing monolingual bias, which has long obscured the analysis of plurilingual skills. Turning the focus away from myths, deficits and idealised expectations, 12 individual language biographies are analysed to see how multilinguals describe what they can do with their various languages. Common features of their repertoires are identified and potential applications of the findings, e.g. in schools projects, are also explored.