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Local governance practices in so-called 'informal' urban neighbourhoods

Comparative investigation in Cairo, Kathmandu, and Ulaanbaatar

Kummel, Olivia

The problem of rapid urbanisation and associated poverty is not new, but many people in urban areas around the globe, especially in countries of the South, still live under abject conditions. The inhabitants of these ‘underserved’ settlements do not always accept their circumstances; instead, they fight for improvements in their living conditions and organise themselves when the public institutions cannot fulfil their responsibility. Such ‘self-provisioning’ processes are initiated by the inhabitants to improve physical, social, educational and health aspects. But also official improvement programmes were launched by various institutions to improve the living standards of these settlements. Many programmes have, to varying degrees, brought together local governments, non-governmental organisations and grassroots initiatives from the local neighbourhoods themselves. The work deals with the development of self-provisioning neighbourhoods in Cairo, Kathmandu and Ulaanbaatar in general, and the urban patterns of their settlements in detail, examining their characteristics and development processes. The aim of this study is to find links between the development of different types of self-provisioning urban settlements in metropolises of the South, and the improvement efforts of their residents with respect to their forms of local governance. This overrides the myths of informality by highlighting the role of the various institutions in the process of so-called ‘informal’ neighbourhood development. This study examines the correlations between the types of negotiation and the various actors and conditions as part of local governance. Emphasis is placed on the negotiation between the residents, public institutions, and non-governmental organisations.
Das Problem der rasanten Urbanisierung und der damit einhergehenden Armut ist nicht neu, dennoch leben viele Menschen weltweit, besonders in Städten des Südens, unter sehr schwierigen Bedingungen. Die Bewohner dieser unterversorgten Siedlungen akzeptieren ihre Umstände nicht immer und setzen sich für die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ein, wenn öffentliche Institutionen ihrer Verantwortung nicht nachkommen können, indem sie sich selbst organisieren. Solche ‘selbst-versorgenden’ Prozesse werden von den Einwohnern initiiert um vor allem bauliche, soziale, bildende und gesundheitliche Aspekte zu verbessern. Es werden aber auch offizielle Entwicklungsprogramme von verschiedenen Institutionen eingeführt um den Lebensstandard anzuheben. Viele dieser Programme bedingen, in unterschiedlichem Maße, die Beteiligung lokaler Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und Basisinitiativen aus den lokalen Nachbarschaften. Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung selbst-versorgender Nachbarschaften in Kairo, Kathmandu und Ulaanbaatar im Allgemeinen und den lokalen Siedlungsmustern im Besonderen, um die Charakteristika und Entwicklungsprozesse zu untersuchen. Das Ziel der Studie besteht darin, Verknüpfungen zwischen der Entwicklung unterschiedlicher Typen von selbst-versorgenden urbanen Siedlungen im globalen Süden und den Verbesserungsbemühungen der Bewohner hinsichtlich ihrer Formen von lokaler Governance zu finden. Die Mythen des Informellen werden aufgebrochen indem die Rolle der verschiedenen Institutionen im Prozess der Entwicklung der sogenannten ‚informellen‘ Nachbarschaften hervorgehoben wird. Es werden Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Kommunikationstypen, verschiedenen Akteuren und Rahmenbedingungen als Teil lokaler Governance aufgedeckt. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den Verhandlungen zwischen Einwohnern, öffentlichen Einrichtungen und Nichtregierungsorganisationen.